Grüne Jugend warnt vor fremdenfeindlicher Haltung

„AfD ist für Rodgau keine Alternative“

Rodgau - Die beiden Stadtverordneten Anabelle Jäger und Benjamin Schwarz zeigen sich als Vertreter der Grünen Jugend Rodgau (GJR) erschrocken nach den Veröffentlichungen der Rodgauer AfD zur Kommunalwahl.

Die aktuelle AfD-Broschüre zur Kommunalwahl enthält ihrer Meinung nach nur geringe Bezüge zur Rodgauer Kommunalpolitik und steche vor allem „mit der dreisten und absurden Unterstellung beabsichtigter Wahlfälschungen hervor“, meinen die beiden. Damit wird nach Meinung der GJR versucht, „eine hysterische und vollkommen überzogene Stimmung zu erzeugen, die sich dann in der Verbreitung fremdenfeindlicher Ressentiments fortsetzt.“

Es werde versucht, den Eindruck zu erzeugen, als ob das Rodgauer Stadtparlament oder der Kreistag weltweite und europäische Probleme lösen könnten – das Gegenteil sei der Fall. Beide Gremien hätten die Pflicht und das Recht, Entscheidungen zu treffen, die vor Ort wirken.

Ticker zur Kommunalwahl in Rodgau

Im Gegensatz zur AfD fordere die GJR daher die dauerhafte Aufstockung der Sozialarbeiterstellen und des Unterrichtspersonals, vor allem an Schulen, sodass eine optimale Betreuung von Flüchtlingen und der Schüler insgesamt erfolge. Ebenfalls müsse mehr Wohnraum geschaffen werden, um den derzeitigen Markt zu entspannen und die erfolgreiche Integration von Neubürgern zu ermöglichen.

Andernfalls werde Integrationsarbeit verhindert und es entstünden genau die Probleme, die die AfD bereits heute zu sehen glaubt. Wer sich also von der AfD Verbesserungen erwartet, dem steht nach Ansicht der GJR eine schmerzliche Enttäuschung bevor. Die konkreten Themen und Probleme in Rodgau und im Kreis Offenbach seien der AfD offensichtlich vollkommen egal. Die GJR ruft dazu auf, am 6.März vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und so Extremisten im Stadtparlament und Kreistag zu verhindern. (siw)

Demo bei AfD-Wahlkampfveranstaltung

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