Kommunalwahl in Rodgau

FDP: „Luftschlösser und Fantasie fehl am Platz“

Rodgau - Die Freien Demokraten sehen sich veranlasst, deutlich ihren Standpunkt zum Wohnungsbau zu erklären.

„Wir stehen für die Forcierung des Wohnungsbaus in Rodgau, wie wir es bisher als treibende Kraft in der Stadtverordnetenversammlung getan haben“, so Fraktionschef Heino Reckließ. „Eine noch zu gründende Wohnbaugesellschaft baut noch lange keine Wohnungen“, so Reckließ, „aber gerade diese sind äußerst nötig und es muss gehandelt und nicht geträumt werden.“

Die Freien Demokraten vertreten die Meinung, dass es selten in der Geschichte der Stadt Rodgau einen derartigen Bauboom gegeben hat, wie derzeit. Trotz dieser Erfolge dürfe die Stadt im Bemühen um neuen Wohnraum nicht nachlassen, meint Reckließ. Dabei seien Fantasien und Luftschlösser fehl am Platz. Nach Kenntnis der FDP reiche das von der Stadt gehaltene Immobilienportfolio bei weitem nicht für die Gründung einer eigenen Wohnbaugesellschaft, zumal diese mit zweistelligem Millionenbeträgen ausgestattet werden müsste. „Geld das wir nicht haben“, so Reckließ.

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Die Liberalen begrüßen den von Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Stadtrat Michael Schüßler eingeschlagenen Weg, mit am Markt erfolgreichen Wohnungsbaugesellschaften, und ebensolchen Bauträgern, ins Gespräch zu kommen.

Der soziale Wohnungsbau ist für die Freien Demokraten nur eine Ergänzung. Das Problem sei ganzheitlich zu betrachten. Nur der gesamte Wohnungsbau, also die Errichtung von Einzel- Reihen- und Mehrgeschosswohnhäusern führe zur Entspannung. „Wir wollen die beschlossenen Baugebiete nach Möglichkeit parallel entwickeln, so steht es auch in unserem Wahlprogramm“, erklärt Fraktionschef Reckließ, „bei der Größe der Aufgabe brauchen wir auch große Partner.“ (siw)

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