Tierschützer wollen Unfällen vorbeugen

Rehkitz beim Mähen getötet

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Ein Rehkitz, das am Pfingstmontag von einer Mähmaschine getötet wurde.

Rodgau - Die Rodgauer Landwirte mähen jetzt wieder ihre Wiesen. Für Rehkitze und junge Hasen bedeutet das Lebensgefahr. Die Jungtiere, die sich im hohen Gras vor Fressfeinden verstecken, kennen noch keinen Fluchtinstinkt.

Wenn der Mähmaschinenführer sie sieht, ist es meist schon zu spät. Erst am 16. Mai ist es wieder passiert: In der Nähe des Modellflugplatzes Jügesheim wurde ein Rehkitz „vermäht“. Der Verein „Aktion Rehkitz“ nimmt diesen Fall zum Anlass, nochmals auf sein kostenloses Angebot der Rehkitzsuche aufmerksam zu machen. Freiwillige Helfer suchen Wiesen am Abend vor den Mäharbeiten ab - immer in Zusammenarbeit mit Jagdpächtern und Landwirten. Die Helfer tragen das Jungwild aus der Gefahrenzone oder markieren die Stelle für den Mähmaschinenführer.

Bewährt haben sich auch Stangen mit Flatterbändern und Blinklichtern. Wenn man solche Stangen aufstellt, kann man weitgehend verhindern, dass Rehkitze auf den Wiesen bleiben. Die Ricken führen ihre Jungtiere weg und bringen sie in Sicherheit. So besteht die Möglichkeit, bei der Frühmahd zu die Vorgaben des Tierschutzgesetzes zu erfüllen.

Diese Stars ziehen sich für Tiere aus

Der Vorsitzende der Aktion Rehkitz, Dr. Karl Giebel: „Wir haben die Jagdpächter und Landwirte frühzeitig von unserem Angebot informiert. Es ist an ihnen, über die mitgeteilte Telefonnummer uns über geplante Mähtermine zu informieren, damit wir unterstützend aktiv werden können: Gemeinsam zum Schutz der Wildtiere.“ Wer bei der Rehkitzsuche helfen möchte, kann sich per E-Mail (info@aktion-rehkitz.de) informieren. (eh)

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