500 Euro für „Sahnestück“

Teuerste Bauplätze im Jügesheimer Westen

Diesen Bauplatz lässt sich ein Ehepaar aus dem Taunus rund 300 000 Euro kosten. Das Grundstück (Foto vom Januar) ist 597 Quadratmeter groß. Die Stadt will die drei Bäume an andere Standorte versetzen. Auch der Stabgitterzaun soll anderswo neue Verwendung finden. - Foto: Wolf
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Diesen Bauplatz lässt sich ein Ehepaar aus dem Taunus rund 300.000 Euro kosten. Das Grundstück (Foto vom Januar) ist 597 Quadratmeter groß. Die Stadt will die drei Bäume an andere Standorte versetzen. Auch der Stabgitterzaun soll anderswo neue Verwendung finden.

Jügesheim - Die Preise für Bauland in Jügesheim klettern auf neue Höhen. Für ein „Sahnestück“ im Wohngebiet J 26 wollen vier Interessenten mehr als 450 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Ein Ehepaar aus Oberursel bietet sogar fast 500 Euro. Von Ekkehard Wolf 

Diese Beträge liegen weit über dem Durchschnitt. Die aktuelle Bodenrichtwertkarte weist für das Wohngebiet zwischen Kasseler Straße und dem Alten Weg einen Wert von 430 Euro je Quadratmeter aus. Im Neubaugebiet J 41 wurden durchschnittlich 410 Euro bezahlt.

Die neuen Spitzenpreise werden für das Grundstück Eugen-Roth-Straße 7 geboten, einen der letzten Bauplätze zwischen der Kasseler Straße und dem Alten Weg. Dieses Grundstück war ursprünglich als Kinderspielplatz vorgesehen. Eine Bestandsaufnahme der Spielplätze im Jahr 2011 zeigte jedoch, dass es genügend andere Spielplätze in der Nähe gebe. Daraufhin änderte das Stadtparlament den Bebauungsplan. Eine Anwohner-Initiative wollte lieber die Grünfläche behalten, fand aber keine Mehrheit.

Als „bemerkenswert“ bezeichnet Erster Stadtrat Michael Schüßler die hohen Preisgebote auch deshalb, weil das Grundstück noch keine Hausanschlüsse für Ver- und Entsorgungsleitungen besitzt. Die Käufer wissen, dass sie dafür rund 15.000 Euro extra bezahlen müssen. Das bedeutet unter dem Strich 502,51 Euro je Quadratmeter für ein voll erschlossenes Grundstück.

Stadtkämmerer Jürgen Hoffmann kann sich freuen: Da die Fläche derzeit nur mit einem geringen Bodenwert von drei Euro in den Büchern steht, macht die Stadt durch den Verkauf rund 283 000 Euro Gewinn. Die Hälfte des Erlöses fließt laut Spielplatzkonzept in die Ausstattung anderer Spielplätze.

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Die teuersten Bauplätze Rodgaus liegen derzeit im Jügesheimer Westen. Der Gutachterausschuss des Kreises Offenbach hat dort einen Preis von 430 Euro ermittelt. Das ist mehr als im Wohngebiet Forschheimer See (410 Euro), das lange Zeit als Filetstück Rodgaus galt. Auch im Zentrum Jügesheims müssen Käufer mit 410 Euro rechnen.

Abseits dieser hochpreisigen Flächen sieht die Hitliste der Bodenrichtwerte so aus:

  1. Jügesheim: 400 Euro, nur am Lärmschutzwall der B 45 etwas billiger.
  2. Weiskirchen: 360 Euro westlich der B45, 380 Euro östlich.
  3. Nieder-Roden: 340 bis 360 Euro, westlich der Frankfurter Straße 380 Euro.
  4. Dudenhofen: 330 - 350 Euro.
  5. Hainhausen: 320 - 350 Euro.
  6. Rollwald: 330 Euro.

Die aktuelle Bodenrichtwertkarte im Internet.

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