100. Geburtstag lockt nicht nur Dudenhöfer scharenweise ins Zelt

TSV-Fußballer sind echte Partylöwen

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Fröhlich und familiär: Ihre Feierlaune trugen die Dudenhofener Fußballer am Sonntag in den Ortskern.

Dudenhofen - Oktoberfeststimmung und Guggemusik bei Aprilwetter im Mai: Dass Fußballer nur bei ihren Punktspielen saisonabhängig sind, hat am Pfingstwochenende der TSV Dudenhofen gezeigt. 100 Jahre Fußball im Ort wurden im Festzelt an der Opelstraße drei Tage lang gefeiert.

Am Pfingstsonntag trugen die Kicker ihre Feierlaune mit einem großen Festzug auch in den Ortskern hinein. Spätestens als die letzten Marschierer am Nachmittag im Zelt verschwunden waren und die „Druffkapell“ unter dem Jubel von rund 1000 Besuchern die Anheize übernahm, konnten Stefan Kloos und Rüdiger Vogel entspannt ihren Erfolg genießen. Es war tatsächlich das „echte Dudenhöfer Fest“ geworden, das Vogel im Vorfeld erwartet hatte. Nach seiner Schätzung hatten sich dem Festzug rund 600 Teilnehmer angeschlossen - dreimal so viele, wie die Fußball-Abteilung des TSV Mitglieder zählt.

Hoch her ging’s am Samstag zum Auftakt des Fußball-Festwochenendes in Dudenhofen: Mit der „Münchner Zwietracht“ herrschte im Festzelt Oktoberfest-Stimmung.

Als Massenereignis hatte das Festwochenende am Samstagabend begonnen: Rund 1100 Besucher zählten die Gastgeber beim bayerischen Abend mit der Oktoberfest-Band „Münchner Zwietracht“. Mit Stimmungs-Hits, Alpenrock und Pop-Evergreens traf die Combo den Publikumsgeschmack und hatte die Gäste, viele davon stilgerecht in Dirndl oder Lederhosen, im Handumdrehen auf Betriebstemperatur. Eine Stunde nach dem Start war das Zelt klar zum Abheben, bis weit nach Mitternacht blieb die Stimmung auf Wies’n-Niveau. Als Fußgänger hatten rund 200 Kicker - sämtliche Mannschaften von den Bambini bis zu den Alten Herren hatten sich am Rewe-Center für den Festzug formiert - am Sonntagmittag Gesellschaft von TSV-Kameraden und Delegationen weiterer Dudenhofener Vereine. Unter anderem hatten sich Musikverein und Männerchor, die Germania, der Gewerbeverein und die Igemo eingereiht. Die Gäste liefen nicht nur mit, sie blieben - unbeeindruckt von einem hundsgemeinen Hagelschauer - auch zum Feiern: „Nach dem Zug war im Zelt kein Platz mehr frei“, freute sich Fußball-Abteilungschef Stefan Kloos am frühen Abend.

TSV Dudenhofen feiert 100-jähriges Bestehen: Fotos

Festpräsident Karl Heinz Kühnle sagte unter anderem eine Kinder-Bauchtanzgruppe und die Formation „Step Touch“ an. Sonderapplaus gab es für das Kunststück, alle Fußballer vom dreijährigen Bambini-Küken bis zum 70-jährigen Veteranen auf der Bühne unterzubringen. Dazu gratulierte unter anderem der Schirmherr, Erster Stadtrat Michael Schüßler. Für Musik sorgten neben der „Druffkapell“ das Orchester des Musikvereins und die Doppelformation „Zweiklang“ von TSV und TGS. Für den Sonntagabend erwarteten Kloos und sein Vorstand noch einmal rund 400 Festgäste zur rot-weißen DJ-Party mit „Feiermayer“.

Der Tradition huldigten die TSV-Fußballer am Montag beim „Durrehäiwer Frühschobbe“, den es so im ganzen Rodgau kein zweites Mal gibt. Den erprobten Spielregeln gemäß wurde Tobias Schott zum „Frühschoppenpräsidenten“ gekürt. Zur Gaudi des Publikums hatte der Vorstand den 1,70 Meter großen Vereinspräsidenten Harald Enck dazu ausersehen, dem Rodgauer Event-Designer (2,04 Meter) die Amtskette umzuhängen. Zugunsten des Vereins wurde ein aktuelles Trikot der Offenbacher Kickers mit den Unterschriften sämtlicher Spieler des Viertligisten aus der Lederstadt versteigert.

rdk

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