„Tag des offenen Hofes“ zieht die Massen an

Viel bestaunte Schweinerei in Hainhausen

+
Die Schweine ließen sich vom Publikum nicht stören. Trotz strengen Stallgeruchs begeisterte auch diese Variante des Landlebens.

Hainhausen - Selbst in ländlichen Regionen wie Rodgau beschränkt sich die Arbeit in der Landwirtschaft auf eine Minderheit der Berufstätigen. Kaum einer ist noch vertraut mit dem Alltag auf einem Bauernhof. Von Sven Stripling 

Viele Kinder kennen Bauernhöfe mittlerweile wohl eher aus Märchen oder von Bildern. Die deutschlandweite Aktion „Tag des offenen Bauernhofs“ wirkt dem entgegen. In Rodgau beteiligte sich die Familie Keller. Sie öffnete ihren Seehof für Besucher und feierte mit ihnen ein Hoffest. Der „Tag des offenen Bauernhofs“ zog in Hainhausen bei Familie Barbara und Robert Keller die Massen an. Den ganzen Feldweg zum Seehof ab der Rodgau-Ring zierte am Sonntag eine lange Reihe parkender Autos. Vor dem Hof wurden selbst die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zeitweise knapp.

Bei sommerlichen Temperaturen wollte sich keiner einen Ausflug aufs Land entgehen lassen, insbesondere dann nicht, wenn mit der Landluft auch noch Einblicke in das Leben auf einem Bauernhof, kühle Getränke und gutes Essen verbunden werden konnten. Dem entsprechend übertraf die Anzahl der Besucher sogar die Zahl der auf dem Bauernhof lebenden Tiere. Besonders die kleineren Gästen freuten sich an Schafen, Ziegen, Pferden und Schweinen. Ein Rundgang durch das Schweinegehege war dabei für die ganze Familie förmlich Pflicht, gerade dann, wenn die Kleinen darauf drängten. Am strengen Geruch schien sich keiner zu stören. Vielmehr stand das Erlebnis „Landleben“ im Vordergrund, das wohl weder Erzählungen noch Bilder derart wiederzugeben vermögen wie dieser Tag des offenen Hofes. Als mindestens genauso beliebt erwiesen sich an diesem Nachmittag die Ziegen und Schafe, die im Gegensatz zu den Schweinen etwas mehr Interesse an Streicheleinheiten zu haben schienen. Doch auch die Pferde und Ponys, die ab 15 Uhr unter Führung von den Kindern geritten werden durften, hatten die Herzen der Kleinen im Sturm erobert. Wer bei dem tierischen Aufgebot immer noch Beschäftigung suchte, konnte sich nebenher schminken lassen, etwas basteln oder die Hüpfburg ausprobieren.

Doch nicht nur für die Kinder hatte die Familie Keller einige Highlights vorbereitet. Neben dem Essen, das in Zusammenarbeit mit der Metzgerei Hiller vom Hof selbst gewonnen worden war, und der üblichen Getränkepalette, hatte Tobias Keller noch für einen Cocktailstand gesorgt. Und zu einem kühlen Cocktail versüßte zusätzlich um die Mittagszeit herum der Musikzug des TV Trennfurt mit Blasmusik den Aufenthalt.

Schließlich konnten die Besucher freilich noch etwas Hausmacher Wurst vom Marktwagen der Kellers oder gar ein Souvenir vom Ausflug in die Welt der Scheunen – eines von Renate Schwab-Mankels Kunstwerken aus Stoff und Stein – mit nach Hause nehmen. Um dieses breite Angebot gewährleisten zu können, musste die ganze Familie Keller mit anpacken. Doch diese sei auch mehr als glücklich und stolz über all die Freunde, die der Familie zusätzlich beim „Tag des offenen Hofes zur Seite gestanden hben“, lobte Barbara Keller das Engagement der vielen Helfer.

Kommentare