AL nominiert Bewerber

Bürgermeisterwahl: Bewegung im Kandidaten-Karussell

Rödermark - Wer wird Nachfolger von Bürgermeister Roland Kern, der am 31.  Mai 2017 in Ruhestand gehen will? Außer der SPD hielten sich bislang alle Parteien bedeckt, jetzt kommt Bewegung in die Sache.

Die Andere Liste (AL) nominiert am Mittwoch, 22. Juni, ihren Kandidaten/ihre Kandidatin für die Bürgermeisterwahl, die voraussichtlich im März 2017 stattfindet. Der Parteivorstand stellt bei einer öffentlichen Mitgliederversammlung um 19 Uhr im „Rothaha“-Saal des Bücherturms die Person vor, die am 1. Juni nächsten Jahres den Chefsessel in der Rödermärker Verwaltung einnehmen soll.

Der seit 2005 amtierende Bürgermeister Roland Kern hatte schon im vergangenen Jahr angekündigt, dass er keine dritte Amtszeit mehr anstrebt. Die AL-Mitglieder hatten den Vorstand beauftragt, eine für das Bürgermeisteramt geeignete Persönlichkeit bis zur Sommerpause 2016 vorzuschlagen. Namen des grünen Bürgermeisterkandidaten nannte der stellvertretende AL-Vorsitzende Eckhard von der Lühe gestern auch auf mehrfache Nachfrage nicht. Rödermarks bislang einziger offizieller Bürgermeisterkandidat ist Samuel Diekmann. Der Pastor und Unternehmer tritt für die SPD an und wurde schon vor über einem Jahr nominiert.

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Bei der CDU deutet alles auf den Ersten Stadtrat Jörg Rotter hin. Doch der hüllt sich nach außen noch ebenso in Schweigen wie der Parteivorstand. Die Kandidatenkür soll noch vor den Sommerferien erfolgen. Parteichefin Patricia Lips hatte vorige Woche bei der Vorstellung des schwarz-grünen Koalitionsvertrags versichert, dass es keinerlei personelle Absprache zwischen CDU und AL gebe: weder beim Bürgermeisterkandidaten noch beim Ersten Stadtrat.

Und was ist mit FDP und Freien Wählern, den Gewinnern der Kommunalwahl vom 6. März? Die Liberalen, so ihr Partei- und Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger, wollen ebenfalls vor der Sommerpause zu einer Mitgliederversammlung einladen, bei der ein Bürgermeisterkandidat aufgestellt wird. Ob er das sein wird, ließ Kruger offen. Ein potenzieller Bewerber wäre auch der ehrenamtliche FDP-Stadtrat Hans Gensert, der sich 2011 um das höchste Amt in der Stadt beworben hatte. „Wir werden keinen Kandidaten aufstellen“, sagte FWR-Vorsitzender Peter Schröder. Er ließ offen, ob die FWR zur öffentlichen Unterstützung eines Kandidaten oder einer Kandidatin aufrufen. (lö)

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