Sammelgut immer kostbarer

Diebe stehlen Kolping-Kleiderspenden

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Nicht nur Franziska und der kleine Alexander waren am Sammelort auf dem Ober-Röder Festplatz eifrig dabei, auch viele andere Kinder halfen bei der Altkleidersammlung mit.

Ober-Roden - Sehr viel Routine, gut 15 Helfer und vor allem eine größere Anzahl von Sammelfahrzeugen sorgten am Samstag für einen zügigen Ablauf der Altkleidersammlung der Kolpingsfamilie Ober-Roden.

Um die Mittagszeit war der erste der beiden Lastkraftwagen zum Abtransport des Sammelgutes zur Weiterverwertung bereits gefüllt, die Reste wurden auf dem Festplatz in einem zweiten verladen.

Rund 13 bis 14 Tonnen, so schätzt Markus Wehner, der Leiter der Kolpingsfamilie, werden es wieder gemeinsam mit den Lieferungen der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Urberach und den Rodgauer Helfern gewesen sein. Und das trotz der Verluste, die immer wieder passieren, weil fremde Sammler sich an den Kolping-Säcken vergreifen. Bereits am Freitag waren die besonders dreisten Fahrer eines grünen Transporters aufgefallen, die selbst von Privatgrundstücken herunter Sammelgut geklaut hatten. Am Samstag Morgen waren dann einige Straßen waren am verdächtig ganz leer – sie waren wohl in der Nacht oder am frühen Morgen abgeräumt worden.

Grüne und weiße Transporter

Sowohl der grüne als auch der aus dem vergangenen Jahr bereits bekannte weiße Transporter wurden erneut „im Einsatz“ gesehen. Ein Zeuge konnte sich sogar einige Säcke wieder „zurückorganisieren“, die bereits verladen waren. Eine Strafanzeige ist erfahrungsgemäß zumeist folgenlos, doch die Kolpingsfamilie behält sich eine polizeiliche Verfolgung weiterhin vor, zumal Zeugen und Kennzeichen bekannt sind.

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Etwas merkwürdig kamen sich Markus Wehner und Eike Gotta auf dem großen Sammellastwagen schon vor: „Sonst machten das meist die Jüngeren vom Zeltlagerteam, doch die waren in diesem Jahr zeitlich verhindert. Wir konnten uns mit diesem ständigen Rauf und Runter in die armen Lader der großen Müllfahrzeugen hineinversetzen.“ Erstmals war es Markus Wehner auch passiert, dass er schon morgens um 6 Uhr angerufen worden war, weil die Transportlaster an den Bahnschienen nicht um die Ecken Richtung Festplatz kamen. Der Kolpingchef leitete die Fahrer auf Umwegen durch das Industriegebiet.

chz

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