Sommerfest des BSC Urberach: 37 Mannschaften kämpfen um Wanderpokal

Fußballtennis findet immer neue Fans

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Kraft und kindlich anmutende Spielfreude, gepaart mit Siegeswillen und ein paar Weizenbier: die ideale Mischung für ein Fußballtennis-Turnier.

Urberach - Die - wenn auch inoffizielle - Rödermark-Meisterschaft im Fußballtennis ist der Höhepunkt des BSC-Sommerfestes. Doch auch nach der Siegerehrung gingen nur die wenigsten der vielen Besucher nach Hause.

Einmal wieder wie damals kicken, dabei Spaß haben und dazu die Konkurrenz möglichst verlieren lassen – diese fast kindliche Freude haben sich in Rödermark und Umgebung viele Menschen bewahrt. Sie alle treffen sich regelmäßig beim Sommerfest des BSC Urberach und tragen einen Nachmittag lang ein Fußballtennis-Turnier aus. Kicken übers Netz, mit wenigen klaren Regeln und dank akrobatischer Luftnummern auch hohem Heiterkeitspotenzial für die Zuschauer: Man freut sich einfach ein Jahr lang drauf, ganz abgesehen davon, dass es dem austragenden Verein von Anfang an eine hohe Besucherquote und einen rasanten Weißbier-Umsatz beschert.

Diesmal hatten sich 37 Mannschaften gemeldet und verlangten Holger Merbach am PC einen ausgeklügelten Turnierplan ab. Denn allein der „Hefeclub“ war mit drei Teams und rund 40 Leuten angerückt. Zwei reine Damenmannschaften der TS, dazu die „Babbels“ und auch eine Mixed-Mannschaft gaben dem Turnier die feminine Prise. Am Ende blieb aber pure männliche Kraft unter sich. Im Endspiel siegten die „Söhne Orwischs“ mit 10:5 gegen die „Orwisch Classics“ – beide haben langjährige Fußballtennis-Erfahrung. Auf Platz drei lagen die „TG Best Ager“ vor den „Internationals“ und verwiesen so wunderbar getaufte Mannschaften wie „Die Füße Gottes“, die „Misderer Inselkracher“, „Mudisch Gewerfelt“ oder die „Antikicker“ auf die Plätze.

Mit Hüpfburg und Basteltisch und mit viel Freiraum zum Spielen und Rennen waren die jüngsten Gäste beschäftigt; dazu gab’s Schnuppertennis für die ganze Familie. Die Älteren blieben bis zur großen Tombola-Verlosung und zur langen Partynacht mit DJ Flo Brehm. Ein kräftiges Bauernfrühstück mit Speck und Eiern à la Dieter Hüllmandel und Alfred Röder gab dem Fest einen leckeren Abschluss bei strahlendem Sonnenschein auf der großen Wiese, wo keine Kinder ausbüxen können.

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Mit der Besetzung der langen Helferliste hatte der BSC kaum Probleme. Das sind auch nach dem Wechsel in der Spitze viele, denen ihr Verein am Herzen liegt und die dafür auch kräftig Hand anlegen. Die selbsternannten „Orwischer Triathleten“ der Tennis-Herren 50/II etwa standen am Samstag gemeinsam wie seit sieben Jahren am Zapfhahn. Ihre weiteren Disziplinen sind Tennis und Golf. Oder Menschen wie Florian Löbig, der an seinem 25. Geburtstag ab 9 Uhr früh beim Aufbau stand und bis spät in die Nacht seinen Organisationspflichten nachkam. Um dann bei der großen Tombola auch noch den legendären jährlichen Sack Kartoffeln zu gewinnen.

„Es läuft sehr gut, wir haben ein ideales Gelände für solche Feste, wir haben viele gute Leute und Helfer aus allen Ecken. Wir haben aber auch etwas abgespeckt im Programm, denn die Leute hier wollen kicken und Spaß haben. Und wir haben diesmal großes Wetterglück. Wir brauchen keine Zelte festzubinden“, freute sich Organisator Helmut Schwarzkopf. Sportlich ging’s allerdings abends weiter: Musste man sich doch der vielen Mücken erwehren und schneller sein als sie stechen. chz

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