Jetzt kommt „Der Borsch aus Orwisch“ auf die Bühne

Geschichtsverein lässt Kerbtheater neu aufleben

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Die Bühne im „Dinjerhof“ wird beim Kerbtheater voll und voller. Denn in diesem Jahr kommt die künftige Verwandtschaft aus Orwisch zu Besuch, um über die Details der Hochzeit zu verhandeln - da kann man schon mal die Backen aufblasen.

Ober-Roden - Das wiederbelebte Ober-Röder Kerbtheater geht in die zweite Runde. Die Akteure proben ein Stück über die Ortsgrenzen überschreitende Liebe - bekanntlich eine komplizierte Sache in der angeblich so guten, alten Zeit.

Der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) bringt an Kerb eine allerfeinste Familienkomödie auf die Theaterbretter. Die Hauptpersonen - Vater Kasper (Norbert Hitzel), Mutter Kätchen (Gaby Reisert), Tochter Lisbeth (Pamela Strauch), Bruder Lui (Marcel Gotta), Tante Babett (Monika Weiland) - sind seit dem vorigen Jahr bekannt und werden von denselben Charakterköpfen verkörpert. Dazu kommt diesmal der Borsch Valtin aus Urberach (Patrick Wolf), der seine Eltern im Schlepptau hat: das resolute Mienche (Christina Knapek) und Bruno (Bernd Schwarzkopf). Beide sind im echten Leben Orwischer - wie passend! Und die Gote - für alle Nicht-Hessen: die Patentante - bringt ihren schwerhörigen August (Wolfgang Christ) mit, der immer nur „Bahnhof“ versteht.

Neun Personen spielen auf der winzigen Bühne im „Dinjerhof“, wo der Borsch seiner Lisbeth und deren Familie seine Eltern vorstellt. Schließlich muss ja über die Hochzeit geredet werden (und darüber, wer bezahlt…). Das Lied „Trau keinem Fuchs auf grüner Heid’ und auch kei’m Orwischer, ihr liebe Leit!“ zeugt vom Verhältnis zwischen Oweräirern und Orwischern.

Bilder: Kerb in Urberach

Im Hintergrund zieht wieder Gerdi Ziegler gemeinsam mit Norbert Köhler die Fäden: „Das ist schon genug Arbeit! Ich schreibe die Geschichte von damals in den PC und schicke sie an Norbert Köhler, der sie etwas anpasst. Es waren einfach 1988 so viele Dinge drin, die etwas aktualisiert werden müssen.“ Man wird sehen, was daraus wurde. Und es gibt gute Aussichten auf eine Fortsetzung: Denn eingetippt ist auch schon der dritte Teil (maximal vier Folgen soll es nach dem Stand der Dinge geben), derzeit noch unter dem Arbeitstitel: „Sou nit!“ „Der Borsch aus Orwisch“, Freitag, 23. September, ab 19.30 Uhr, im „Dinjerhof“ chz

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