Wind und Wasser richten Schaden an

Gewitter tobt sich über Urberach aus

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Stück für Stück zersägte die Feuerwehr vom Teleskopmastfahrzeug eine mit Wasser vollgesogene Fichte „Im Jochert“.  

Rödermark - Gewitter und Sturm haben Rödermark am Sonntagabend arg gebeutelt. Allein die Urberacher Feuerwehr meldete ungefähr 20 Unwettereinsätze.

„Hier bei uns war Land unter“, zog Matthias Göbel von der Freiwilligen Feuerwehr Urberach gestern Mittag die Bilanz eines arbeitsreichen Sonntagabends. Zwischen 19.30 und 23.30 Uhr mussten seine Kollegen und er zu etwa 20 Einsätzen ausrücken. Am stärksten war der nördliche Teil von Urberach betroffen. „Im Jochert“ waren dicken Äste und eine Krone von zwei Bäumen auf ein geparktes Auto gestürzt. Im „Janseneck“ hatte der Wind eine Fichte gegen ein Mehrfamilienhaus gedrückt. Ein Team der Ober-Röder Wehr zersägte den von Baum vom Teleskopmastfahrzeug heraus in handliche Stücke.

20 Keller quer durch Urberach waren innerhalb von Minuten voll mit Wasser gelaufen. Einige Straßen wie der Zilliggarten standen 15 Zentimeter tief unter Wasser. Eine Riesenpfütze war wieder einmal die Bahnunterführung in der Rodaustraße. Die war recht schnell wieder befahrbar, nachdem Feuerwehrleute den verstopften Gully freigeräumt hatten. Gestern Morgen musste die Feuerwehr Ober-Roden den Keller des „SchillerHauses“ in Urberach leer pumpen. Die Mitarbeiterinnen der städtischen Begegnungsstätte hatten den Schaden erst bei Dienstbeginn bemerkt. Nach Auskunft von Rödermarks Stadtbrandinspektor Herbert Weber waren wegen des Unwetters mehr als 70 freiwillige Feuerwehrleute im Einsatz oder hielten sich in Bereitschaft.

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