In der Straußwirtschaft in der Bachgasse

Kürzeres Äppelwoi-Vergnügen

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Das vorsorglich aufgestellte Zeltdach im Weckesser"schen Hof hielt die kleinen Regenschauer ab und ließ die Besucher die Kälte nicht so spüren. Doch wer Glück hatte, konnte kurzzeitig sogar in der Sonne sitzen.

Urberach - In Urberach werden nicht nur die Streuobstwiesen rekultiviert. In ihrer Straußwirtschaft halten die Familien Weckesser und Hofmann die Apfelweintradition auf eine überaus gesellige Art und Weise hoch.

Nur an zwei Tagen öffnete die Orwischer Äppelwoi-Straußwirtschaft in der Bachgasse. Die Familien Weckesser und Hofmann hatten aus mitarbeitertechnischen und gesundheitlichen Gründen das Pfingstvergnügen um den Freitag reduziert. Den Drohungen des Wetterberichts war das große Zelt im Hof geschuldet. Doch das Wetter war - abgesehen von einer kriechenden Kälte, die eher zu heißem Äppler als zu kühlem Stöffche aus dem Bembel einlud - weniger schlimm als befürchtet.

Manchmal wäre ein heißer Äppler angebrachter gewesen als das von Marco Weckesser eingeschenkte kühle Stöffchen.

Außerdem gilt für dieses Ereignis, das zum neunten Mal schon zu lokalen Leckereien aus Kelter und Küche lockte: Wer hier einmal war, kommt wieder, allein schon der Geselligkeit und dem gemütlichen Ambiente des „Lokals“ wegen. Das gilt auch für die Künstler. Die meisten von ihnen wurden in den letzten Jahren als Äppelwoi-Geschworene, als stille oder lautstarke Verteidiger der heimischen Trinkkultur, ausgezeichnet und sind immer wieder gerne an Pfingsten unterm „Kränzje“ bei Familie Weckesser und allen helfenden Freunden und Vereinskollegen zu Gast. So auch Uschi Heusel, die am Samstag noch einmal mit ihrem aktuellen Ratte-Ludwig-Cartoon in unserer Zeitung humorvoll an den Besuch der Straußwirtschaft in der Bachgasse erinnert hatte und trotz des launischen Wetters aus Dietzenbach herüber geradelt kam und hier auf zahlreiche ihrer Mitgeschworenen traf. Die Frankfurter Bembel-Queen Monika Maurer war wie seit Jahren mit ihrem Akkordeon zu Gast, und natürlich umrahmten auch die „Rodauschiffer“ das Fest musikalisch.

Der größte Bembel der Welt

„Wie es in diesem Jahr mit dem Äppler aussehen wird, kann ich noch nicht vorhersehen. Aber die Blüte war trotz der mäßigen Wetterverhältnisse wohl recht gut. Allerdings kann man daraus nicht zwingend auf die Ernte schließen“, folgert Alfons Weckesser auf die kommende Ernte. Erst einmal freuen sich die Hobbykelterer um die Familien Weckesser und Hofmann über die gute letzte Ernte, die den Gästen wieder eine so stimmungsvolle Äppelwoi-Straußwirtschaft beschert hat.

Nun herrscht wieder ein Jahr Äppler-Pause in Bachgasse, denn die Straußwirtschaft fordert ihre Hobbywirte und -wirtinnen tagelang. Wer jedoch dem Stöffche auch in den nächsten Wochen treu bleiben will, kann dies in der Wagnerstraße 13 bei „Lang & Lotz“ tun. Hier gibt"s bis zum 27. August immer wieder Äpfel in jeder vergorenen Form. Und natürlich einen Imbiss dazu, um nicht zu verhungern. Am Samstag, 4., und Sonntag, 5. Juni, grillen die beiden Jungunternehmer ein Wildschwein am Spieß und am Wochenende drauf kommen Spareribs auf den Tisch.

Bilder: Ebbelwoifest in Langen

chz

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