Baubeginn auf Hitzel & Beck-Gelände

Stadt macht Behelfsparkplatz dicht

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Zwei Wochen Galgenfrist: Am 22. September macht die Stadt den Behelfsparkplatz in der Odenwaldstraße zu.

Ober-Roden - In wenigen Wochen beginnt die Bebauung des Hitzel & Beck-Geländes zwischen Odenwaldstraße und Bahn. Erste Einschränkungen müssen schon ab dem 22.  September jene Pendler hinnehmen, die ihre Autos auf dem provisorischen Parkplatz neben Ober-Rodens einst schlimmster Industrie-Altlast abstellen.

50 bis 60 Bahnkunden aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg parken täglich auf dem Schotterplatz nördlich des Hitzel & Beck-Geländes. Der Babenhäuser Investor Christian Früchtenicht will dort mit Partnerunternehmen rund 140 Reihenhäuser, Eigentums- und Mietwohnungen bauen. Voriges Jahr wurden die alten Werkshallen abgerissen, in diesem Frühjahr wurde der hochgradig mit Produktionsresten vergiftete Boden saniert, im Herbst startet Früchtenicht das Projekt „Atrium“ zwischen Odenwaldstraße und Bahngleisen.

Der Baubeginn bedeutet das Aus für den provisorischen Pendlerparkplatz auf dem Nachbargrundstück Odenwaldstraße 40. Der wird ab Donnerstag, 22. September, geschlossen, teilt Bürgermeister Roland Kern mit. Ausweichmöglichkeiten gibt es im angrenzenden Gewerbegebiet keine, die FDP befürchtet deshalb ein Parkchaos westlich der Bahn.

Bürgermeister Kern bleibt gelassen und droht nicht gleich mit der städtischen Ordnungspolizei: „Wir werden die Sache genau im Auge behalten.“ Seiner Ansicht nach sollen Bahnkunden aus Eppertshausen, Münster oder Dieburg in ihren Heimatorten parken. „Der Zubringerverkehr, der bei der Fahrkarte ein paar Euro Ersparnis bringt, muss aufhören“, fordert Kern. Als beste Lösung hat er beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) eine Ausweitung der für Ober-Roden gültigen Bahntarife in die Nachbarstädte entlang der Dreieichbahn angeregt. „Daran wird gearbeitet“, lautete die lapidare Antwort des RMV, die der Bürgermeister mit den Worten „Eine schnelle Lösung ist nicht zu erkennen.“ übersetzt.

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Die Schließung des Parkplatzes ist nicht die einzige Behinderung. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass während der Bauarbeiten auch der direkte Zugang zur Bahnhofsunterführung über die Odenwaldstraße gesperrt ist. Der Verbindungsweg wird neu gestaltet und nach den Bauarbeiten wieder geöffnet. Stadt und Investor bitten um Verständnis, dass Fußgänger und Radfahrer während der Bauarbeiten einen Umweg über die Eisenbahnstraße in Kauf nehmen müssen.

Die Altglascontainer wurden bereits abgebaut. Die Bürger werden gebeten, künftig den Containerstandort in der Albert-Einstein-Straße 12 zu nutzen. (lö)

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