SPD will Ortseinfahrt Ober-Roden sicherer machen

Bebauung des Festplatzes nimmt letzte Hürde

Rödermark - Deutlich abgespeckt ist die Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, die heute Abend um 19.30 Uhr im Mehrzweckraum der Halle Urberach beginnt.

Sieben Anträge quer durch alle Fraktionen, die sich mit der Stadtentwicklung beschäftigen, wurden geschoben. Parlament und Magistrat verständigten sich auf eine Beratung im Bauausschuss am 28.  September, um die eher langfristig wirksamen Vorschläge ohne Zeitdruck zu diskutieren. Dennoch bleibt Bauen ein Thema. Der Magistrat schlägt vor, das kleine Baugebiet zwischen der Mainzer Straße und dem Alten Seeweg noch ein Stück zu reduzieren. Die Besitzer des Gaswerk-Geländes wollen nicht zum Quadratmeterpreis von 95 Euro verkaufen, den die Hessische Landgesellschaft mit den Nachbarn ausgehandelt hat. Einen entscheidenden Schritt nach vorne macht hingegen die Bebauung des Ober-Röder Festplatzes, auf dem mehrere Wohnhäuser und ein neuer Kindergarten entstehen sollen: Das Parlament will heute Abend den Bebauungsplan „A40 - An der Rodau“ als Satzung beschließen.

Die SPD will unter anderem die Ober-Röder Ortseinfahrt aus Richtung Rollwald übersichtlicher machen und schlägt vor, das Ortsschild bis an die Einmündung des Seligenstädter Weges vorzuziehen. Außerdem soll der Magistrat prüfen, ob Fahrbahnteiler dort eine wirksame Tempobremse für Autofahrer sind. Unter dem Stichwort „Essbare Stadt“ will die SPD Grünflächen in öffentliche Kleingärten umwandeln, auf denen Kartoffeln, Tomaten und anders Gemüse oder Obst gepflanzt werden können. CDU und Andere Liste regen ein Musik- und Kulturfest an, das die Ortskerne symbolisch miteinander verbindet. Eine wichtige Rolle soll dabei die lokale Gastronomie spielen.

Nachdem einige Ärzte ihre Praxen geschlossen haben oder keine neuen Patienten mehr annehmen, sorgen sich die Freien Wähler um die medizinische Versorgung der Rödermärker. Der Magistrat soll daher prüfen, wie die Stadt die Ansiedlung neuer Ärzte oder die Erhaltung alter Praxen fördert.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Wie es mit dem „Jägerhaus“ an der Ecke von Dieburger und Trinkbrunnenstraße weitergeht, entscheidet sich erst nach der Sitzung des Sozialausschusses am 27. September. Die findet in dem Anwesen statt, das die Stadt Ende 2011 gekauft und zeitweise als Archäologie-Werkstatt genutzt hatte. Das ist der FDP zu wenig. Sie fordert den Verkauf an einen Investor. (lö)

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