Unfall oder Quälerei? Sterbende Katze im Gebüsch

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So ähnlich sah sie aus, die schwerverletzte Siamkatze, die am Sonntag in einem Gebüsch zwischen Rödermarkring und Albert-Einstein-Straße lag.

Ober-Roden ‐ Tierquälerei oder Unfall? Beim Gassigehen stöberte Bordercollie „Benji“ direkt am Rödermarkring eine schwerverletzte Katze auf. Wurde sie zum Sterben dort abgelegt, wie „Benjis“ Frauchen Angelika Overländer vermutet? Von Michael Löw

Bordercollie „Benji“ hatte die verletzte Katze direkt am Rödermarkring aufgespürt.

Angelika Overländer hat nicht die Spur eines Zweifels: „Man hat die Katze dort mit gebrochenem Kreuz zum Sterben abgelegt!“ Sie vermutet einen besonders niederträchtigen Fall von Tierquälerei. Nadine Schroth, eine Mitarbeiterin von Angelika Overländers Tierpension, führte Bordercollie „Benji“ aus. „An einem Gebüsch hat er an der Leine gezogen, hat gebellt und gejault“, erzählt Nadine Schroth. Dann hat auch sie ein Fauchen unter den Sträuchern, knapp zwei Meter vom Radweg entfernt, gehört. Sie entdeckte eine Siamkatze, die sich nicht bewegte, und holte Hilfe.

Sie musste wenige Stunden später eingeschläfert werden. Der Tierarzt stellte fest, dass die Katze erst vor wenigen Wochen Junge bekommen hatte. Die Zitzen waren noch da, hatten aber keine Milch mehr.

In Angelika Overländer keimte ein böser Verdacht. Der Besitzer der Siamkatze hat die Kätzchen verkauft, kaum dass sie der Mutter entwöhnt waren, und die Mutter dann - tödlich verletzt - einfach weggeworfen.

Die Tierklinik Trillig geht nicht ganz so weit wie Angelika Overländer: Schläge oder Tritte seien eine mögliche Todesursache. Aber auch einen Unfall wollen die Fachleute nicht grundsätzlich ausschließen. Die Diagnose „stumpfes Trauma“ lasse beide Möglichkeiten offen.

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