Verlässlicher Partner für Sicherheit

Urberacher Feuerwehr feiert 125-jähriges Bestehen 

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Die akademische Feier fand am Samstag in der voll besetzten Fahrzeughalle statt.

Urberach - Bei der Auswahl des Termins für die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen hat die Urberacher Feuerwehr den richtigen Riecher bewiesen.

Die frühsommerlichen Temperaturen boten beste Voraussetzungen für ein gelungenes Wochenende, bei dem mehrere Veranstaltungen die Gäste anlockten. Wehrführer Dieter Rumpf blickte am Samstag beim Auftritt der „Party Cräääckers“, die vor dem Feuerwehrhaus für Stimmung sorgten, jedenfalls sehr zufrieden in die Runde. Der offizielle Teil am Nachmittag lag da bereits hinter den Feuerwehrleuten. Die akademische Feier in der Fahrzeughalle war trotz einer Vielzahl an Gratulanten eine recht kurzweilige Angelegenheit. Die Redner blieben teilweise deutlich unter der Fünf-Minuten-Grenze. Nur Patricia Lips durfte als Schirmherrin eine ausführlichere Ansprache halten.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete erläuterte, dass zum 125. Geburtstag der Feuerwehr das 45-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr komme, zudem wurde vor 50 Jahren das heutige Feuerwehrhaus am Festplatz eingeweiht. Ende des 19. Jahrhunderts habe der Brandschutz mit Hilfe der Gründung der Feuerwehren in vielen Orten eine Struktur und Ordnung erhalten. Die Gründung der Urberacher Feuerwehr am 5. April 1891 sei in eine Zeit des allgemeinen gesellschaftlichen Aufbruchs gefallen. In eine, so Lips, „Blütezeit der Vereinsgründungen“.

Sie erinnerte an das erste größere Feuerwehrhaus in der Bachgasse. Im Laufe der Jahrzehnte sei zum Brandschutz eine Vielzahl weiterer Aufgaben gekommen, wie die technische Hilfe bei Autounfällen. „Nicht umsonst nehmen Schulung und Weiterbildung einen großen Anteil in der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren ein, um sich an die rasante Entwicklung der notwendigen Technik anzupassen“, so Lips.

„Die Doppelstruktur unter dem Dach der Freiwilligen Feuerwehr Rödermark ist sinnvoll“, meinte Bürgermeister Roland Kern mit Blick auf die zwei Stadtteilfeuerwehren in Urberach und in Ober-Roden mit zwei Feuerwehrhäusern. „Nicht nur, weil sie historisch begründet ist, sondern auch aus einsatztaktischen Erwägungen heraus“, so Kern. Geselligkeit und Gemeinschaftsgefühl habe nicht umsonst einen hohen Stellenwert bei der Urberacher Feuerwehr. „Je stärker die Gemeinschaft, die die Gefahr bekämpft, desto effektiver mag die Hilfeleistung anschlagen“, so Kern, der zudem die Notwendigkeit der finanziellen Unterstützung der Wehren und ihrer Feuerwehrhäuser durch die Kommunen hervor hob. Ähnlich sah es der Kreisbeigeordnete Carsten Müller: „Es sind sehr notwendige, sehr sinnvolle und vor allen Dingen sehr gerechtfertigte Investitionen, die wir im Feuerwehrbereich tätigen.“ Das hörte Stadtbrandinspektor Herbert Weber gerne. Das 125-Jahre-Jubiläum stünde auch für viele berufliche und private Entbehrungen, würdigte Weber das freiwillige Engagement der Mitglieder und ihrer Familien.

Bilder: Feuerwehr Urberach feiert 125-jähriges Bestehen 

Werner Merget vom Kreisfeuerwehrverband unterstrich die große Bedeutung der Jugendarbeit, die hatte auch der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Carsten Gerhold im Blick. Der demographische Wandel stelle auch die Jugendarbeit vor neue Herausforderungen. Zu den weiteren Gratulanten gehörten Dieter Hüllmandel, Vorsitzender des Vereinsrings Rödermark, Stadtverordnetenvorsteher Sven Sulzmann, eine siebenköpfige Delegation der Feuerwehr aus der Partnerstadt Tramin, Vertreter der Kirchengemeinden, des DRK-Ortsvereins sowie der Sparkasse und der Volksbank. Somit kamen einige Präsente und Spenden zusammen, die der Feuerwehrvereinsvorsitzende Ralph Reblin entgegennahm.

Reblin hatte bereits zu Beginn an die „54 mutigen Männer“ erinnert, die die Urberacher Feuerwehr 1891 auf Betreiben von Bürgermeister Valentin Lotz gegründet hatten. Besonders erwähnte er zudem die Jugendfeuerwehr, die 1971 vom langjährigen Wehrführer Hans Sulzmann ins Leben gerufen worden war. Einen Einblick in die 125-jährige Historie gewährte auch eine von Dieter Weber erstellte Chronik.

„Zusammen stehen wir auch in Zukunft denen zur Seite, die Hilfe benötigen“, versprach Wehrführer Dieter Rumpf. Heute sind unter den 57 Mitgliedern der Einsatzmannschaft auch sieben Frauen. Zu den Kameraden meinte Rumpf: „Euer Einsatz und eure Begeisterung macht es aus, dass die Feuerwehr in Urberach ein rundum verlässlicher Partner für die Sicherheit ist.“ Rumpf blickt zudem erwartungsvoll auf die Modernisierung des Feuerwehrhauses, die Arbeiten sollen dieses Jahr beginnen. Am Sonntag gaben die Einsatzkräfte und der Nachwuchs beim Tag der Feuerwehr Einblick in ihre Arbeit. Bericht folgt.

ey

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