Feuerwehrmann rettet Familie aus brennendem Haus

+

Urberach (lö) - Mit einer Rauchvergiftung musste Uwe Ewert gestern Nacht für seinen Mut bezahlen. Der stellvertretende Vorsitzende des Urberacher Feuerwehrvereins hatte eine Familie aus ihrem brennenden Haus geholt - noch bevor der erste Löschzug in der Bischof-Ketteler-Straße eintraf.

Ewert wohnt schräg gegenüber. Er wurde ebenso wie die Eltern (45 und 42), Sohn (7) und Tochter (5) zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Beide Rödermärker Wehren waren um 1.35 Uhr alarmiert worden, nach ersten Informationen sollen vier Menschen in Lebensgefahr gewesen sein.

Vor Ort stellte sich die Lage als etwas weniger dramatisch heraus. Eltern und Kinder waren dank Rauchmelder und Uwe Ewerts beherztem Einsatz schon in Sicherheit und wurden vom Notarzt beziehungsweise von Sanitätern behandelt. „Wir konnten uns somit ganz auf auf die Brandbekämpfung konzentrieren“, war Urberachs Feuerwehrsprecher Matthias Göbel froh, dass sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheitet hatten. Fünf Trupps unter Atemschutz löschten das Feuer, das in einem Kinderzimmer ausgebrochen war.

Defekter Heizlüfter löst Brand aus 

Das Einfamilienhaus war total verqualmt und musste entlüftet werden. Die Polizei geht nach den ersten Ermittlungen davon aus, dass ein defekter Heizlüfter den Brand verursacht hat. Den Schaden gab Ingbert Zacharias von der Polizeipressestelle mit rund 25.000 Euro an. Das sei aber nur eine vorläufige Schätzung.

Uwe Ewert, seine Nachbarin und ihre Kinder konnten die Klinik inzwischen verlassen, teilte Göbel mit. Der 45-jährige Vater wird weiter behandelt. Weil das Haus nicht bewohnbar ist, hat die Familie Ewert ihre Nachbarn bei sich aufgenommen.

Kommentare