Wetter strapaziert die tapferen Läufer kräftig

890 Sportler beim wumboR-Lauf auf der Strecke

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Spaß am Laufen und Ehrgeiz sprechen aus den Gesichtern der jüngsten Starter. Auch sie liefen gegen die Kälte an.

Urberach - Mit 1050 Anmeldungen und zahlreichen spontanen Nachmeldern überschritten die Organisatoren des zehnten wumboR-Laufs den Rekord des Vorjahres (1004) deutlich. Doch Kälte und Nässe schreckten so manchen Voranmelder. 890 (im Vorjahr 903) waren es schließlich im Ziel – bei Graupelschauern und Schafskälte immer noch ein starkes Feld.

13 Teilnehmer aus Eritrea, Somalia, Äthiopien und Afghanistan liefen wieder für das „Netzwerk für Flüchtlinge Rödermark“. Das ihnen erlassene Startgeld sahen die Ausrichter als Beitrag zu gelebter Integration in Rödermark. Bunt und fröhlich war das Starterfeld aber auch ansonsten: es wimmelte von rund 420 Schülern, Mädchen wie Jungen, die über ein oder zwei Kilometer antraten. 180 Schülerinnen und Schüler waren es allein aus der Trinkbornschule. „Wir haben im Vorfeld in allen Klassen Briefe ausgeteilt und die Kinder konnten online direkt oder über die Schule angemeldet werden“, erzählt Jutta Groha, Lehrerin und Sportkoordinatorin an der Trinkbornschule, gemeinsam mit Britta Paliocha von der Schule an den Linden und Stefan Mohr von der Nell-Breuning-Schule. „Und dann haben wir uns natürlich im Sportunterricht darauf vorbereitet.“

Deutlich spürbar war, dass für die kurze Ein-Kilometer-Strecke noch mehr Interesse bestand bei den Jüngsten; zwei Kilometer klangen doch schon eher anstrengend. Am Start, wo jeder – nach Schulen und dann weiter nach Klassen getrennt – die vorbereiteten Startnummern mit der elektronischen Erfassung ausgehängt bekamen, waren der Stolz und die Aufregung schon groß. Zappelig waren manche aber auch wegen der Kälte und Müdigkeit.

Invasion in Pink: Das Urberacher Frauen-Fitnessstudio „Mrs.Sporty“ hatte prima Motivationsarbeit geleistet und eine große Gruppe zusammen bekommen. Gut gelaunt gingen die Frauen auf die Strecke.

Die jüngsten Mädchen waren so motiviert, dass es leider schon kurz nach der Startlinie zu einer Kollision kam. Mit Eisbeuteln und homöopathischen Globuli und vielen lieben Worten der DRK-Helfer wie auch von Mama und Freundinnen um sie herum waren die Tränen bald getrocknet. Turbulent war es auch auf andere Weise. wumboR-Lauf-Sprecher Rudi Zischka musste übers Mikro ausrufen: „Ich habe hier ein kleines Mädchen, das seine Mama sucht!“ Für die lauten Knalls zum Start war in diesem Jahr ein Ehrengast zuständig: Trainerlegende Klaus Schlappner (der „Mann mit Hut“ – diesmal ganz ohne Hut, dafür mit Schal). Er kennt Rudi Zischka schon seit 41 Jahren aus der Trainergemeinschaft. Eine bunte Truppe konnte er nach den Schülern, den Zehn-Kilometer-Läufern, den Halbmarathoni mit der immer größer werdenden Gruppe der Walker und Nordic Walker starten. Besonders bunt schon deshalb, weil ein Urberacher Frauenfitness-Studio mit rund 50 unübersehbar pinkfarben gewandeten Damen antrat. Sie gingen garantiert nicht verloren im Gedränge.

wumboR-Lauf 2016 durch Rödermark: Fotos

Für die „großen“ Läufer gabs unterwegs auf ihren Zehn-Kilometer-Runden einige Verpflegungsstationen. Etwa am Hotel „Lindenhof“, das selbst ein vierköpfiges Team ins Rennen geschickt hatte und diese lautstark mit „sportlicher“ Musik und handgeschriebenen Plakaten und Tafeln anspornte. Und mit einer großen Kaffee- und Sektbar für Passanten.

Bei der Siegerehrung schließlich löste sich beim Ausrichter-Trio Siegfried Kupczok vom MTV Urberach, Hans Röhrig von der TS Ober-Roden und Alfred Daum von RUN4FUN Rödermark langsam die Anspannung, die vom unsicheren Wetter noch verstärkt worden war. Der Dank der Ausrichter und der Stadt Rödermark als Veranstalter gilt vor allem den etwa 100 Helfern an Start und Ziel und draußen an der Strecke, den Lehrern der Schulen und den vielen Sponsoren, die eine solche Großveranstaltung erst ermöglichen.

chz

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