Schnittstelle zu Unternehmen und Arbeitgebern

„Ganzheitlicher Ansatz“

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Übernimmt die Stabsstelle Wirtschaftsförderung: Désirée Volz, hier zusammen mit Bürgermeister Dr. Bastian.

Seligenstadt - Als langjährige Geschäftsführerin beim Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen bringt sie Netzwerker-Erfahrung mit, ein BWL-Studium dient als solide Grundlage, und mit reichlich Köln-Erfahrung dürfte sich die neue Wirtschaftsförderin Désirée Volz (43) in der Fastnachtshochburg Seligenstadt schnell eingelebt haben. Von Michael Hofmann

Dieser Tage hat Désirée Volz, die neue Wirtschaftsförderin, ihr neues Büro im Erdgeschoss des Rathauses bezogen. Zwar fehlen noch einige Utensilien wie beispielsweise ein Besprechungstisch, dennoch steht die ambitionierte Betriebswirtin schon unter Dampf. „Gerade jetzt in der Anfangsphase ist es für mich wichtig, erste Kontakte mit den örtlichen Unternehmen zu knüpfen und mich in der Stadt bekannt zu machen.“ Dabei stehen der Austausch über die derzeitige Situation sowie die Abfrage von Bedürfnissen im Vordergrund. Hinter den Berg hält „die Neue“ beim Pressetermin im Rathaus nicht. „Ich bin ein Generalist“, sagt sie, und sie ist davon überzeugt, dass „ein ganzheitlicher Ansatz“ Erfolg bringen könnte. Bürgermeister Dr. Daniell Bastian nickt zustimmend. „Eigeninitiative und der Mut, Projekte voranzutreiben“ seien entscheidende Kriterien bei der Besetzung der Stelle gewesen. Das habe die „versierten Fachkraft“ Volz ebenso verkörpert wie Kompetenz - der inzwischen unterzeichnete, unbefristete Arbeitsvertrag kündet davon.

Zwar werde Wirtschaftsförderung, ebenso wie bei seiner Vorgängerin Dagmar B. Nonn-Adams, auch bei ihm Chef-Sache sein, sagte Bastian, doch freue er sich, dass die dazu gehörende Stabsstelle mit Volz als Hauptansprechpartnerin und als Schnittstelle zu Unternehmen und Arbeitgebern endlich besetzt sei. Es fallen die Stichworte Kontaktpflege, regelmäßige Besuche oder Verbesserung der Serviceleistungen der Stadt gegenüber den örtlichen Unternehmen. Also reichlich Arbeit und reichlich Gelegenheit, sich zu bewähren. „Wir haben ja noch erhebliches Steigerungspotenzial“, fasst Dr. Bastian zusammen und verweist auf weitere „Mosaiksteine“, etwa die Stadtmarketing-GmbH oder die Tourist-Information.

Von Ostfriesland bis Mauritius: Koalitionen in der Region

Sinnvoll, so sagt Désirée Volz, sei aus ihrer Sicht eine aktuelle Stärken/Schwächen-Analyse. Daraus könne gemeinschaftlich - Wirtschaft und Verwaltung - ein Konzept entwickelt werden, wie die Wirtschaftsförderung in Seligenstadt mit Leben gefüllt werden kann. Einige bereits in Angriff genommene Projekte wie zum Beispiel die Breitbandversorgung sollen mit Unterstützung der neuen Fachfrau weiter vorangetrieben werden. Darüber hinaus solle sich Volz natürlich auch um die Ansiedlung neuer Unternehmen bemühen.

„Ich versuche, Wirtschaftsförderung als ganzheitliche Aufgabe zu betrachten. Denn sie ist die Schnittstelle zu allen anderen Bereichen, sei es Stadtentwicklung, Bauwesen oder der Bereich Familie und Kultur. Die Stadt soll ja nicht nur für die Wirtschaft interessant sein, sondern auch für die sich ansiedelnden Familien“, sagt Désirée Volz. Nach einem neunjährigen Auswärtsspiel in Nordrhein-Westfalen freut sie sich darüber, dass sie nun wieder in ihre Heimatregion zurückkehren konnte. Seligenstadt kennt sie seit ihrer Kindheit, die Einhardstadt war als Ausflugsziel beliebt. Jetzt erhofft sie sich einen offenen, konstruktiven Dialog mit allen an der Wirtschaft Beteiligten. Désirée Volz ist unter der Telefonnummer 87-120 zu erreichen, per E-Mail unter wirtschaftsfoerderung@seligenstadt.de.

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