Stadt Seligenstadt unterstützt das Mitfahr-Netzwerk „flinc“

Mit App gegen Staus

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Fahrgemeinschaften, um Umwelt und Geldbeutel zu schonen: Bürgermeister Dr. Daniell Bastian (links) und Martin Patri, Koordinator der Initiative „2proAuto“.

Seligenstadt - Fahrgemeinschaften könnten dazu beitragen, die allmorgendlichen Staus auf der Autobahn A3 etwas abzuschmelzen. Die Stadt Seligenstadt unterstützt aus diesem Grund das Mitfahr-Netzwerk der Initiative „2proAuto“.

Fünf, zehn, manchmal gar 15 Kilometer lang sind die Blechlawinen, die sich wochentags auf der Autobahn A3 in Richtung Frankfurt meist nur im Schritttempo bewegen. Kracht’s irgendwo auf der Strecke, kann der Stau auch mal länger sein. Wenn es nach Martin Patri geht, könnten die Blechlawinen zu Stoßzeiten zumindest weniger werden, wenn sich ausreichend Pendler finden würden, die bereit sind, Fahrgemeinschaften zu gründen und dabei eine von Patri mitentwickelte App zu nutzen. „flinc“ nennt sich das Mitfahr-Netzwerk der Initiative „2proAuto“, deren Partner mit Seligenstadt nun eine weitere Kommune aus der Rhein-Main-Region ist. Von der Stadt Frankfurt wurde das Netzwerk mit dem „Ideenpreis Klimaschutz“ ausgezeichnet.

Im Durchschnitt sitzen in jedem Auto nur 1,2 Personen. Patri, Koordinator der Initiative und Pressesprecher bei flinc, weiß, dass es schwer ist, die Gewohnheiten von Autofahrern zu verändern. Dennoch ist er beim Gespräch im Rathaus optimistisch. „In den vergangenen Monaten konnten wir einen deutlichen Anstieg des Interesses am Thema Mitfahren feststellen“, resümiert er. So nutzten derzeit bereits 40.000 Menschen in der Region die kostenlose App, die neben Kontakten zu anderen Autofahrern auch das ÖPNV-Angebot beinhaltete. Ein Partner von flinc ist die Kreisverkehrsgesellschaft (KVG). Auch die angebotenen Fahrten und Mitfahrgesuche im flinc-Netzwerk seien gestiegen. „Es wird viel über autonomes Fahren und Elektromobilität geredet. In dieser ganzen Diskussion übersehen wir aber die vorhandene Chance in Form des freien Sitzplatzes“, so Patri weiter. Neun von zehn Autos seien mit freien Sitzplätzen unterwegs.

Gleichzeitig hätten viele Pendler aber den gleichen Weg. Es sei Ziel der Initiative, bei den Autofahrern ein Bewusstsein für ein Miteinander zu entwickeln und die daraus entstehenden Chancen zu nutzen. „Es wäre doch für alle von Nutzen, wenn sich Pendler zusammentun und somit Umwelt und Geldbeutel schonen“, zeigt sich auch Seligenstadts Bürgermeister Dr. Daniell Bastian angetan von der Initiative. Daher unterstütze die Stadt „2proAuto“ im Rahmen der Partnerschaft. Auf der Internetseite der Stadt (www.seligenstadt.de/ Leben in Seligenstadt/Regionale Mitfahrgelegenheit) ist etwa ein Live-Fahrplan zu finden, der die Aktivität von Fahrern und Mitfahrern in der Region zeigt.

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sig

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