„Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt“

Geköpfte Hühner: Tierschützer setzen Belohnung aus

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Michael Lüft sitzt auf seinem Hof in Seligenstadt inmitten seiner Hühner. Lüft verleiht auch Tiere - an Privatleute, an Schulen, Altenheime und an Kindergärten. In der Nacht zu Pfingstsonntag töteten Unbekannte etwa 40 Hennen.

Seligenstadt - Nach dem Töten zahlreicher Hennen auf einem Hühnerhof in Seligenstadt hat die Tierschutzorganisation Peta für Hinweise eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt.

„Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden“, sagte heute eine Sprecherin. Zeugen könnten sich per E-Mail oder telefonisch unter 01520/7373341 auch anonym bei Peta melden. Unbekannte hatten sich in der Nacht zu Pfingstsonntag gewaltsam Zugang zu einem Stall verschafft und etwa 40 Hennen den Kopf abgerissen. Die Polizei vermutet, dass es mehrere Täter waren. Sie geht davon aus, dass die Hühner während ziemlich Lärm gemacht haben. Entsprechend hoffen die Ermittler unter 069/8098-1234 auf Hinweise aus der Bevölkerung. Das Töten der Hennen müsse Lärm verursacht haben.

Der betroffene Bauer Michael Lüft war fassungslos: „Es fehlen mir immer noch die Worte.“ Immer wieder frage er sich, was Unbekannte zu dieser Tat getrieben haben könnte. Entdeckt hatte er das Massaker am Sonntagvormittag, wobei er zunächst nur die umgekippten Fässer auf dem Gelände bemerkte. Das Grauen eröffnete sich ihm weniger später im Hühnerstall. Was Lüft besonders mitnimmt, ist die Qual, die die Tiere erlitten haben müssen. Er selbst schlachte zwar ebenfalls immer wieder Hennen, allerdings fachgerecht. „Zwischen Schlachten und Schlächten liegt ein deutlicher Unterschied.“

dpa

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