Kosten bei rund 63.000 Euro

Kita-Außengelände von St. Marien neu gestaltet

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Neue Spielgeräte im Außenbereich der Kita St. Marien: Bürgermeister Dr. Daniell Bastian, Pfarrer Holger Allmenröder und Kita-Leiterin Ingrid Brandt assistieren den Kindern beim symbolischen Scherenschnitt zur Freigabe von Kletterturm und Rutsche.

Seligenstadt - Kräftig in die Hände gespuckt und viel gearbeitet haben zahlreiche Helfer, als es um die Neugestaltung des Kita-Außengeländes der Gemeinde St. Marien ging. Die Stadt unterstützte das Projekt finanziell, am Mittwoch wurde das Areal am Steinweg 25 vorgestellt.

Die Kindertagesstätte St. Marien feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag. Nicht viel jünger waren bis vor kurzer Zeit die Spielgeräte in ihrem Außenbereich. In den vergangenen Jahren fielen immer höhere Kosten für Reparaturen an. Bei der jährlichen Inspektion im vergangenen Jahr wurden erhebliche Mängel festgestellt. „Dies hätte umfangreiche Veränderungen an den Spielgeräten be-deutet, und eine Neuabnahme wäre erforderlich gewesen. Die Kosten hätten in kei-nem Verhältnis zu einer Ersatzbeschaffung gestanden“, berichtet Bürgermeister Dr. Daniell Bastian. Im Herbst 2015 entschlossen sich Kirchengemeinde und Stadt für die Erarbeitung eines neuen Gestaltungskonzepts für das Außengelände, auch sollte es mit neuen Spielgeräten ausgestattet werden. Die Stadt sagte die fachliche Unterstützung bei der Planung und Vergabe sowie die maßgebliche Finanzierung zu. Die Gemeinde übernahm neben einem kleineren finanziellen Anteil einen großen Anteil an Eigenleistung, etwa beim Abbau der Altgeräte. Auf diese Weise konnte das große Projektes für die Kirchengemeinde gestemmt werden.

Die bisherigen Gesamtkosten der Spielplatzsanierung belaufen sich auf rund 63 000 Euro. Der Anteil der Spielgeräte beträgt etwa 45 000 Euro, die Entsorgungs- und Wie-deranlagekosten sind im Verlauf der Arbeiten auf 18 000 Euro gestiegen.

In Zusammenarbeit mit Bauhofleiter Harald Ott wurden Angebote für diverse Spielgeräte in drei unterschiedlichen Bereichen des Außengeländes eingeholt und schließlich zwei Firmen entsprechend beauftragt. Bereits im November begannen die Abbauarbeiten der alten Geräte. Das „Green-Team“ der Kirchengemeinde, bestehend aus Ehrenamtlichen, die in monatlichen Treffen das Kirchengelände pflegen, leistete rund 400 Einsatzstunden. Firmen ergänzten die Arbeiten mit technischen Hilfsmitteln. So wurden Holzgeräte auseinander gebaut, Rutschen entfernt, Fundamente ausgegraben und Sträucher und Bäume samt Wurzeln entfernt. Natürlich waren die Arbeiten für die Kinder aus sicherer Entfernung eine spannende Attraktion. Allerdings war ihr Spielbereich für lange Zeit gesperrt. Die Arbeiten dauerten bis in den März 2016 hinein.

Kinder sicheren Umgang mit Feuer üben lassen

Im April folgte der lang ersehnte Aufbau der neuen Spielgeräte, die aber weitere vier Wochen zum Festigen der Fundamente ruhen mussten. In dieser Zeit wurde für den Sandkastenbereich neuer Sand geliefert, der wiederum in vielen ehrenamtlichen Helferstunden des „Green-Teams“ und der Eltern der Kita-Kinder auf der Fläche verteilt wurde.

Nun stehen die neuen Geräte den Kindern zur Verfügung. Im oberen Spielbe-reich im Sandkasten wurde ein Klettergerät aufgebaut, das die Kinder herausfordert, dieses zu erklimmen, um dann über eine Spiralrutsche oder eine Balkenrutsche wieder nach unten zu gelangen. Die Mädchen und Jungen haben dieses Gerät schon begeistert erobert. Im Hangbereich gelangen die Kinder über ein Kletterhaus mit Rutsche zur unteren Ebene. Neben einem Rädchenweg und einer Schaukel steht dort nun ein weiteres Klettergerät, das zum Balancieren auf verschiedenen Abschnitten auffordert.

Noch sind Wiederherstellungsarbeiten im Gelände wie Absicherung des Hangs und Ansäen von Rasen zu tätigen. Doch dann steht dem Spielen auf der gesamten Fläche nichts mehr im Wege. Kirchengemeinde und Bürgermeister lobten ausdrücklich die ehrenamtlichen Helfer für die gute Unterstützung. (mho)

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