Kunsthandwerkermarkt in ehemaliger Abtei

Adventliche Vielfalt im Kloster

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Viel Handgemachtes erwartet die Besucher beim Adventsmarkt in den Räumen des Landschaftsmuseums im Kloster Seligenstadt.

Seligenstadt - Immer mehr zum Geheimtipp entwickelt sich der vorweihnachtliche Kunsthandwerkermarkt im Kloster Seligenstadt. Auch an den kommenden Adventswochenenden ist wieder geöffnet. Von Thomas Hanel

Ein stilvolles Ambiente, ausschließlich handgefertigte Waren oder zugekaufte hochwertige Artikel der 55 Aussteller: Ein solcher Markt muss nicht immer nur billig und Ramsch bedeuten! Im Gegenteil.

Begrüßt wurden und werden die vielen hundert Besucher vom Verein zur Förderung des Landschaftsmuseum, das sich bekanntlich in den Räumen der ehemaligen Abtei befindet. „Unsere Verkaufsartikel sind alles Spenden der Vereinsmitglieder“, erzählen Gerti Müller und Marlene Peterlic, die am Sonntag Dienst am Stand hatten. Weihnachtsdeko und Selbstgebackenes erfreuen Auge, Herz und Gaumen der Besucher. Ein Stück entfernt sitzt Bradley Alexander Richards: Der perfekt deutsch sprechende Ire ist extra für den Seligenstädter Markt aus seinem Wohnort Mainz gekommen, um seine handgefertigten Holzarbeiten zu zeigen - und natürlich auch zu verkaufen. Schalen, Schüsseln und Tabletts bietet er feil - alles selbstproduziert, fein gearbeitet und samtig schimmernd. Ist er Künstler oder Handwerker? „Irgendwie beides. Holzstamm kommt, Idee zur Verwendung wächst, dann wird es umgesetzt. Also bin ich wohl doch eher Handwerker.“

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Handgefertigte Drechselarbeiten bietet der gebürtige Ire Bradley Richards an seinem Stand in der ehemaligen Abtei an.

Weihnachtlich geht es dagegen bei Familie Rauch im Obergeschoss zu. Krippen, Engel, weltliche Figuren und Madonnen bietet das Ehepaar Karl und Elke Rauch aus Mühlheim an. „Das meiste ist selbstgemacht, wir führen aber auch Figuren aus dem Erzgebirge und natürlich die Weihnachtspyramiden“, sagen die Mühlheimer, die schon öfters auf dem Adventsmarkt im Kloster waren, um auszustellen und zu verkaufen. Wieder ganz anders ist der Stand der Seligenstädter Kürschnermeisterin Sonja Schenkel. Decken, Dekoartikel, Schuhe und Handschuhe bietet sie an. „Alles handgemacht aus Lammfell, Nerz und Fuchs“, so die Handwerksmeisterin. Stolz zeigt sie eine aufwändig gestaltete Decke aus Kaninchenfell und eine aus Lammfell. Qualität hat auch ihren Preis: Mehrere hundert Euro muss der Käufer für die Kuschelware bezahlen. Aber es gibt auch preisgünstige kleine Geschenkideen bei Sonja Schenkel. Seit 23 Jahren hat Stefanie Greifeld ihr Hut-Aelier in Dreieich, ist immer wieder Gast und Ausstellerin für ihre selbst entworfenen Kreationen in Seligenstadt. „Es ist schwer, mit Hüten zu begeistern, aber es geht.“ Fazit: Toller Markt, viele Ideen - einen Besuch wert.

Der Kunsthandwerkermarkt im Kloster mit wechselnden Ausstellern öffnet am zweiten und dritten Adventswochenende samstags von 12 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro (Kinder bis 14 Jahre sind frei).

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