Bettina Haenitsch

Seligenstädterin für Deutschen Buchhandlungspreis nominiert

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Von Büchern fasziniert: Bettina Haenitsch hat ihren Beruf vor 32 Jahren in der Uni-Buchhandlung in Würzburg gelernt, in Seligenstadt machte sie sich vor dreieinhalb Jahren selbstständig.

Seligenstadt - Bettina Haenitsch ist überglücklich: Die Seligenstädter Buchhändlerin ist für den Deutschen Buchhandlungspreis 2016 nominiert, den Staatsministerin Prof. Monika Grütters am 5. Oktober in einem Festakt in Heidelberg an inhabergeführte Buchhandlungen überreicht. Von Armin Wronski

Mit dem Deutschen Buchhandlungspreis werden inhabergeführte Buchhandlungen ausgezeichnet, die ein literarisches Sortiment oder ein kulturelles Veranstaltungsprogramm anbieten, die innovative Geschäftsmodelle verfolgen oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung engagieren. Die dotierten Gütesiegel werden in drei Kategorien an Buchhandlungen vergeben, deren durchschnittlicher Jahresumsatz in den vergangenen drei Jahren unter einer Million Euro lag. „Ob es das Preisgeld in Höhe von 7 000, 15.000 oder 25.000 Euro wird, bleibt spannend, denn das erfahre ich erst an diesem Tag“, sagt Bettina Haenitsch. Darüber entscheidet eine Jury mit Iris Radisch, Ressortleiterin Feuilleton der „Zeit“, als Vorsitzender.

Gelernt hat Bettina Haenitsch ihren Beruf vor 32 Jahren in der Universitätsbuchhandlung Schöningh in Würzburg. Danach arbeitete sie im Ruhrgebiet und kam über Aschaffenburg nach Seligenstadt zum „Bücherwurm“. Dort war Bettina Haenitsch 13 Jahre beschäftigt und machte sich vor dreieinhalb Jahren an der Bahnhofstraße selbstständig.

Sie sei einfach von Büchern fasziniert. Ihr Geschäft verfügt nach mehreren Erweiterungen mittlerweile über eine Verkaufsfläche von etwa 115 Quadratmetern. „Meine Kunden können dort auf rund 8 000 Titel zugreifen. In der separaten Leseecke gibt es eine Rückzugsmöglichkeit, wo sie mit aller Ruhe ein Buch anlesen dürfen“. 600 Buchhändler bewarben sich in diesem Jahr um den Preis, der vom Staatsministerium für Kultur und Medien, der Kurt Wolff-Stiftung und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgelobt wurde. 100 von ihnen sind zur Preisverleihung nach Heidelberg eingeladen. „Vermutlich hat die Jury mein Geschäftsmodell, zu dem unter anderem auch die Leseförderung für Kinder an den hiesigen Grundschulen oder die kurzweiligen Autorenlesungen mit bis zu 60 Zuhörern im Laden gehört, überzeugt“, sagt Bettina Haenitsch.

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Auf jeden Fall sei „der Buchladen“ in der Einhardstadt angekommen. Nicht zuletzt auch wegen seiner exponierten Lage an der Kreuzung Bahnhof-/Ecke Einhardstraße. „Die dortigen Ampelsteuerung ist von großem Wert: Bei Rot stehen dort wartenden Passanten und schauen sich die Auslagen an, kommen nicht selten in den Laden, um gezielt nach einem Titel zu greifen, den sie in der Wartezeit, bis es grün wird, im Schaufenster entdeckt haben“.

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