Neubau im „Backesfeld“ geplant, St. Margareta wird 2019 geschlossen

3,3 Millionen für neue Kita in Froschhausen

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Die Kita St. Margareta in Froschhausen ist in die Jahre gekommen. Sie soll durch einen Neubau im Backesfeld ersetzt werden.

Froschhausen - Die Kita St. Margareta in der Schulstraße ist in die Jahre gekommen, eine Sanierung lohnt sich nicht mehr. Von Oliver Signus 

Daher hat der Magistrat der Stadt Seligenstadt nun einstimmig beschlossen, im Neubaugebiet Backesfeld eine neue Einrichtung bauen zu lassen, die 2019 eröffnet werden soll. Im Froschhausener Neubaugebiet will die Stadt Seligenstadt eine neue Kindertagesstätte bauen lassen. Bis Frühjahr/Sommer 2019 soll sie fertig gestellt sein und Platz für sieben Kindergruppen bieten. Dafür, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian (FDP), wird die Kita St. Margareta an der Schulstraße dann geschlossen. Das 40 Jahre alte Gebäude müsste dringend renoviert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Doch das lohne sich nicht mehr, so der Rathauschef. Daher habe sich der Magistrat nun einstimmig für einen Neubau ausgesprochen. Die Stadtverordnetenversammlung muss demnächst über den Antrag befinden. Die Kosten bezifferte Bastian mit knapp 3,3 Millionen Euro.

Zur Diskussion standen zwei Standorte. Die CDU habe zunächst einen Neubau am alten Standort in der Schulstraße favorisiert. Doch hätten dann die Kinder während der insgesamt mehr als zweijährigen Bauphase in Containern untergebracht werden müssen. „Das hätte die Stadt zusätzlich etwa 425.000 Euro für Miete und Unterhaltung gekostet“, sagt der Rathauschef. Auch sei ein Kita-Betrieb in Containern den Mädchen und Jungen sowie den Erziehern nicht zuzumuten. Eine provisorische Unterbringung im Maximilian-Kolbe-Haus sei wieder verworfen worden, weil sich das Gebäude nicht für einen Kita-Betrieb eigne. Auch logistische Gründe hätten dagegen gesprochen, weil bei einer Lösung am alten Standort zwei Umzüge notwendig gewesen wären. Der lehmige und verwurzelte Boden sei nicht für eine ansprechende Gestaltung des Außengeländes geeignet. Als „nicht ideal“ hätten Eltern zudem Parkplatz- und Verkehrssituation in der Schulstraße bezeichnet.

Das Grundstück in der Straße „Am Zippenweg“ im Backesfeld sei hingegen schöner gelegen und mit rund 2500 Quadratmeter etwas größer als das derzeitige Areal. In der neuen Kita sollen auch mehr Kinder untergebracht werden, denn die Nachfrage steige weiter. So weise der Bedarfsplan der Stadt Seligenstadt für Froschhausen für das laufende Kindergartenjahr einen Bedarf von zwei Krippengruppen für Ein- bis Dreijährige sowie fünf Gruppen für Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung (128 Plätze) aus. Das bedeutet je eine Gruppe mehr, als bislang in St. Margareta angeboten wird. Eltern müssten daher auch in Einrichtungen nach Seligenstadt ausweichen. Ein Neubau habe daher den Vorteil, den Bedarf in Froschhausen abzudecken und gleichzeitig Kitas in der Kernstadt zu entlasten.

„Es ist sehr schwierig zu prognostizieren, ob dieser Bedarf auch in den kommenden Jahren so bleiben wird. Man kann aufgrund der Entwicklung der vergangenen Jahre aber davon ausgehen, dass er sich nicht wesentlich reduzieren wird“, so Bastian. Bei der Kostenschätzung von knapp 3,3 Millionen Euro geht der Magistrat von einem zweigeschossigen Bau aus. Berücksichtigt seien auch Möblierung und Gestaltung des Außengeländes. Eine detaillierte Planung durch ein Architekturbüro könne je nach Ausstattung und Raumaufteilung jedoch „zu erheblichen Kostenabweichungen führen“, heißt es in der Drucksache, die der Stadtverordnetenversammlung vorliegt.

In die Finanzierung einfließen sollen etwa Mittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) des Landes Hessen in Höhe von rund 733.000 Euro. Dabei übernehme das Land einen Tilgungsanteil von 80 Prozent sowie die Zinsen in den ersten zehn Jahren zu 100 Prozent. Dieser Betrag sowie der Verkauf des Grundstücks in der Schulstraße könnten die Kosten für die Stadt auf etwa zwei Millionen Euro drücken. Dennoch eine immense Summe. Es sei das größte Projekt, das die Stadt in den nächsten Jahren stemmen müsse. Daher sollten die KIP-Mittel auch dafür und nicht für den Ausbau der Betreuung an der Konrad-Adenauer-Schule verwendet werden, sagt Bastian. Für die Planung stehen 50.000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Das weitere Vorgehen hänge vom Zeitpunkt der Genehmigung des Haushaltsplanes 2017 ab. Danach seien für die Planung drei Monate, für die Genehmigung des Bauantrags mindestens sechs Monate sowie für die Bauarbeiten weitere 18 Monate vorgesehen, heißt es in der Drucksache des Magistrats.

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