Betroffener Bauer ist fassungslos

Unbekannte randalieren und köpfen dutzende Hühner

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Symbolbild

Seligenstadt - Die Polizei ist auf der Suche nach noch unbekannten und brutalen Vandalen. Diese haben sich am Wochenende auf einem Hühnerhof zu schaffen gemacht und 40 Tiere getötet. Der betroffene Bauer ist fassungslos.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag gelangten laut Polizei noch unbekannte Täter auf das Gelände eines Hühnerhofes im Rödchesweg. Auf dem umzäunten Gelände warfen die Vandalen dann mehrere Fässer mit Hühnerfutter sowie ein Wasserfass um. Anschließend verschafften sich die Kriminellen gewaltsam Zugang zu einem Hühnerstall. Hier wurden 40 Hühner getötet in dem man ihnen den Kopf abriss. Die Eier der Hühner warfen die Unbekannten gegen die Wände. Hinweise zu den Tätern nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 069/8098-1234 entgegen.

Der betroffene Bauer Michael Lüft ist fassungslos: „Es fehlen mir immer noch die Worte.“ Immer wieder frage er sich, was Unbekannte zu dieser Tat getrieben haben könnte. Entdeckt hatte er das Massaker am Sonntagvormittag, wobei er zunächst nur die umgekippten Fässer auf dem Gelände bemerkte. Das Grauen eröffnete sich ihm weniger später im Hühnerstall. Erst hatte Lüft noch einen Fuchs oder Marder hinter dem Hühnermord vermutet. Misstrauisch machte ihn jedoch das Schloss am Stall, das mit einem Bolzenschneider aufgebrochen worden war. „Mit bloßen Händen“ hätten die Täter dann den Hennen die Köpfe abgerissen, teilweise zogen sie ihnen Haut und Sehnen über die Köpfe. „Dafür ist ein gewisser Kraftaufwand notwendig.“ 

Was Lüft besonders mitnimmt, ist die Qual, die die Tiere erlitten haben müssen. Er selbst schlachte zwar ebenfalls immer wieder Hennen, allerdings fachgerecht. „Zwischen Schlachten und Schlächten liegt ein deutlicher Unterschied.“ Die Täter hatten auch einige Hühner getreten, diese muss Lüft nun eventuell notschlachten. Lüft hat in der Region eine gewisse Bekanntheit erlangt, da er seit 2013 mit seinem „Rent a Huhn“-Projekt Hennen an Privatleute, Schulen, Kindergärten oder Altenheime vermietet. Fünf Tiere samt Futter, Stall, Zaun und Endreinigung etwa kosten für 14 Tage 118 Euro. Von seinen 350 Hühnern verleiht Lüft 200, 40 Häuschen hat er dafür mittlerweile angeschafft.

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dr/dpa

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