Urteil des Landgerichts ist rechtskräftig

Welpenhändler: Es bleibt bei Haft und Berufsverbot

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Symbolbild

Seligenstadt - Das zuletzt gefällte Urteil im Falle der Seligenstädter Welpenhändler ist rechtskräftig. Damit bleibt es beim Entscheid des Landgerichts Darmstadt, das im März über Markus und Petra L. eine 13-monatige Haftstrafe und zwei Jahre Berufsverbot verhängt hatte.

Wie berichtet, hatte das Landgericht Darmstadt bei der Verhandlung im März begründet, das Ehepaar aus Seligenstadt habe sich des mehrfachen Betrugs schuldig gemacht. Dagegen hätten die Angeklagten fristgerecht Revision eingelegt, informiert Pressesprecherin Sandra Junker auf Anfrage unserer Zeitung, diese sei jedoch zurückgewiesen worden. Damit sei das Urteil rechtskräftig. Seit vielen Jahren hatte das Ehepaar über Internetanzeigen ungeimpfte, kranke Welpen aus dubiosen Quellen verkauft, teils unter falschem Namen. Bis zu 1000 Euro zahlten die ahnungslosen Käufer für die Tiere, von denen manche später starben. Das Paar hatte stets behauptet, die Hunde stammten aus eigener Zucht und seien zuvor gesund gewesen.

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Nachdem Geldstrafen keine Wirkung gezeigt hatten, sprach das Amtsgericht Seligenstadt im November 2015 Freiheitsstrafen ohne Bewährung sowie ein Zucht- und Handelsverbot wegen gemeinschaftlichen und gewerbsmäßigen Betrugs aus. Markus und Petra L. gingen in Berufung. Doch der Vorsitzende Richter des Landgerichts Darmstadt bestätigte nach zwei Prozesstagen im Frühjahr die Sicht der ersten Instanz und entschied für beide eine Haftstrafe von 13 Monaten sowie ein zweijähriges Berufsverbot. Um ein weiteres Verfahren vor dem Oberlandesgerichts Frankfurt zu erwirken, hatten die Seligenstädter erneut Rechtsmittel eingelegt, die nun jedoch zurückgewiesen wurden. Tierschützer, die den Handel schon lange vor allem als Tierquälerei angeprangert hatten, sahen sich durch die Urteile in ihrer Kampagnenarbeit bestätigt. sam

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