Das Miniland im Legoland Günzburg ist um eine Attraktion reicher: Im Star Wars Universum sind Figuren und Szenen aus der Science-Fiction-Filmreihe im Maßstab 1:20 zu sehen.

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Angriff der Klonkrieger: Im Miniland des Legolandes in Günzburg sind seit Kurzem alle sechs Episoden der Star Wars Saga aufgebaut
Reiseredakteur Volker Pfau durfte einen Blick in die Werkstatt werfen, in der Darth Vader, Yoda, Luke und die Schauplätze der Sternensaga gebaut wurden.
Das Miniland im Legoland Günzburg ist um eine Attraktion reicher: Im Star Wars Universum sind Figuren und Szenen aus der Science-Fiction-Filmreihe im Maßstab 1:20 zu sehen. Reiseredakteur Volker Pfau durfte einen Blick in die Werkstatt werfen, in der Darth Vader, Yoda, Luke und die Schauplätze der Sternensaga gebaut wurden.
Für sein jüngstes Projekt hatte Stefan Bentivoglio jedoch keine Möglichkeiten, sich Anregungen beim Original zu holen: Die Welt von Star Wars existiert nur auf dem Bildschirm. Und doch hat es der 32-Jährige zusammen mit seinen Kollegen geschafft, in über 13 Monaten auf 140 Quadratmetern aus jeder der sechs Episoden eine komplette Themenwelt fürs Miniland zu schaffen, dazu noch eine zusätzliche zu der Zeichentrickserie The Clone Wars.
„Das war nicht ganz einfach, denn es musste alles immer erst von Lucasfilm genehmigt werden“, sagt Stefan Bentivoglio. Das US-Unternehmen von George Lucas, dem Erfinder der Star-Wars-Filme, hatte hohe Ansprüche an die Authentizität von Figuren und Landschaften. „Am meisten hatten sie bei den Figuren zu beanstanden.“ So wurde eine erste Version des putzigen Ewoks Tokkat zurückgewiesen, weil sie zu sehr an einen Teletubbie erinnere. „Aber sie haben dann alles genehmigt“, sagt Bentivoglio stolz.
Eine der größten Herausforderungen war der Bau der Arena von Geonosis aus Episode II. Vorlagen dafür gibt es nämlich nicht, und auch im Film ist das Monumentalbauwerk nie vollständig zu sehen. Also griff der Legobauer auf das Buch „Star Wars Complete Locations“ zurück, in dem alle wichtigen Schauplätze der gesamten Saga abgebildet sind. Außerdem musste für dieses Modell der sonst übliche Miniland-Maßstab von 1:20 geändert werden, sonst wäre es elf mal elf Meter groß und neun Meter hoch geworden. Im jetzt verwendeten Maßstab 1:180 brauchte der Modellbauer immer noch rund 150 Stunden, um die 45 Kilogramm schwere Arena aus 30 000 Steinen zu bauen.
Derzeit setzt er wieder Stein auf Stein und baut die Arena von Geonosis. Das Legoland Windsor bekommt demnächst auch ein Star Wars Universum. Langweilig wird Stefan Bentivoglio das nicht. „Zwischendurch baue ich zur Abwechslung mal einen Prototypen“, sagt er und zeigt einen E.T., der in einer Kreativpause entstanden ist. „Ich hab doch den schönsten Job der Welt: Ich darf den ganzen Tag Lego spielen und verdiene damit noch Geld.“ Ein Lächeln huscht über sein Gesicht und er sieht dabei aus, als sei er gerade mindestens 20 Jahre jünger geworden.
REISEZIEL Das Legoland in Günzburg ist 140 Hektar groß (das entspricht rund 26 Fußballfeldern) und hat acht Abenteuerwelten mit 50 Fahrgeschäften sowie das Miniland mit Modellen aus 25 Millionen Legosteinen. Es wurde im Mai 2002 eröffnet und gehört inzwischen zur Merlin Entertainments Gruppe, zu der auch Sea Life gehört.
ANREISE Das Legoland Deutschland liegt direkt an der Autobahn A8 München–Ulm an der Ausfahrt Günzburg. Entfernung von München: rund 110 Kilometer.
Bahn: Vom Bahnhof Günzburg (IC-Halt) fahren Shuttlebusse ins Legoland, mit DB-Fahrkarte zum Reiseziel „Legoland“ ist die Fahrt gratis.
EINTRITT Die Tageskarte kostet für Erwachsene 37 Euro, für Kinder (3 bis 11 Jahre) 33 Euro. Die Familien-Tageskarte für 4 Personen (nur online buchbar) kostet 109 Euro. Jahreskarte Erwachsene oder Kinder 59 Euro (online 53,10 Euro).
GEÖFFNET Das Legoland öffnet bis zum 6. November täglich um 10 Uhr und schließt je nach Saisonzeiten zwischen 18 und 22 Uhr.
AUSKUNFT Infotelefon 018 05/70 07 57 01 (14 Cent/Min.), Internet: www.legoland.de.



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