Das erste Mal mit den Kindern in die Berge?! Das kann leicht schief gehen, wenn immer nur strammes Wandern auf dem Programm steht. Dabei gibt es viele Wege, um den Nachwuchs zu begeistern.

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Die Berge können für Kinder wie ein großer Abenteuerspielplatz sein - aber Eltern sollten sie nicht mit zu strammen Wanderungen überfordern.
Die Sonne strahlt, der Wildbach rauscht entlang des Wegs, in der Ferne liegen schneebedeckte Gipfel. Das Panorama könnte so schön sein, wenn da nicht die quengelnden Kinder wären, die keinen Schritt mehr gehen wollen. Dabei fahren viele Familien gerade in die Berge, um den Stress des Alltags hinter sich zu lassen. Doch einige Eltern vergessen: Kinder sehen die Welt mit anderen Augen. Auf Wanderungen wollen sie die Natur um sie herum entdecken und erforschen.
Eltern sollten deshalb genügend Zeit einplanen, in der die Kinder die Umgebung ausgiebig erforschen können. Dazu gehören auch Pausen an besonders schönen Wegpunkten. “Nur sollten die Kinder da nicht nur herumsitzen. So erholen sie sich auch nicht“, sagt Hellmeier.
“Geh weiter, geh schneller!“ - mit solchen Befehlen verdirbt man Kindern mit Sicherheit die Freude an den Bergen. “Es ist entsetzlich, was manche Eltern für ein Leistungsdenken haben“, erzählt Hartmann. “Da heißt es dann: Der Ameisenhaufen hat uns nicht zu interessieren, wir müssen in einer Stunde auf der Hütte sein. Sowas ist der größte Schmarrn.“
Übertriebener Ehrgeiz bewirkt eher das Gegenteil von dem, was die Eltern möchten. “Kinder kriegen schnell die Wut. Da baut sich direkt eine innere Wand auf.“ Schließlich sehen sie die Wanderung als ein Spiel und nicht als einen Sport.
Das heißt allerdings nicht, dass die Bergtour kein Abenteuer sein darf. Ganz im Gegenteil: Kleine Herausforderungen können ungemein motivieren. “Wenn die Kinder nicht mehr ganz so klein sind, kann ich ihnen Karte und Kompass in die Hand geben und sagen: Jetzt müsst ihr den Weg finden“, sagt Caroline Hellmeier vom Deutschen Alpenverein (DAV) in München.
Und schließlich muss die Bergwanderung auch dem Leistungsniveau der Kinder entsprechen. “Natürlich kann man mit Kindern keine Tour machen, die man sich gerade so als Erwachsener zutraut“, erklärt Hellmeier. Kinder könnten im Alter von fünf bis sechs Jahren aber ohne Probleme in einem gemäßigten Tempo zwei, drei Stunden gehen, sagt Hartmann. Klettersteige und ausgesetzte Pfade sind aber nichts für Kinder. Ein wildes Rudel Gämse gibt es schließlich auch in harmloserem Gelände zu bestaunen.
Philipp Laage, dpa



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