An hellen Sommertagen kommt Bornholm dem Idealbild einer Urlaubsidylle ziemlich nahe. Vor allem, wenn man Ruhe sucht, Fahrradfahren und Wandern und Naturstrände liebt.

© dpa/Sönke Möhl
Schroffe Klippen und viel Grün: Granit, Wälder und Wiesen prägen das Bild Bornholms.
In den vergangenen Jahren sind die Übernachtungszahlen zurückgegangen, auch weil Dänemark nicht billig ist. Doch immer noch stellen Deutsche - darunter viele Familien - fast ein Drittel der Bornholm-Urlauber.
Die meisten Deutschen bevorzugen die Anreise über Rügen mit der Fähre von Sassnitz nach Rønne. Möglich ist auch eine Variante über das südschwedische Ystad, Krimilesern als Heimat von Henning Mankells Romanfigur Kommissar Kurt Wallander bekannt. Ebenso gibt es Flugverbindungen zum Regionalflughafen der Insel südlich von Rønne.
Ein großer Teil der Urlauber verlässt die Inselhauptstadt Rønne in Richtung Ferienhaussiedlungen, zum Beispiel in der weiten Dünenlandschaft zwischen Sømarken und Snogebæk. Der Strand von Dueodde lässt an heißen Tagen mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser Südsee-Gefühle aufkommen. Die Nordostküste, Bornholmer Riviera genannt, bietet die größte Zahl an Appartments. Schön und beliebt ist Svaneke. Fast als Bergdorf mit steilen Gassen kommt Gudhjem daher, und an den Küstenstreifen zwischen Tejn und Sandwik im Norden zieht es viele Deutsche.
Wer gerne Fahrrad fährt, findet auf Bornholm nahezu paradiesische Verhältnisse vor. Viele Straßen haben separate Radwege, manche Strecken wie alte Eisenbahntrassen sind ganz für Radler reserviert. Auf vielen kleinen Wegen gibt es ohnehin kaum Autoverkehr.
Wer mehr über die Natur der Insel erfahren möchte, findet im Museum Natur Bornholm eine sehenswerte Ausstellung - und kann dort sogar mit einen Fuß in Skandinavien und mit dem anderen in Mitteleuropa stehen. Die Nahtstelle liegt direkt beim Museum in Aakirkeby. “Die Gäste sind sehr erstaunt, wenn sie das sehen“, sagt Finn Hansen, der als Biologe im Museum arbeitet. Sein Tipp ist ein Ausflug zum Bach Læså in der Nähe. Ablagerungen aus mehr als 300 Millionen Jahren sind dort zu sehen. “Mein Lieblingsort ist ein Wasserfall bei Østerlars“, verrät Hansen.
Neben dem Kulinarischen spielt auf der Insel auch Kunst eine große Rolle. So haben zum Beispiel die Glasbläsereien einen guten Ruf. Die Handwerker lassen sich bei ihrer schweißtreibenden Arbeit gerne über die Schulter schauen. In der Glasbläserei “Baltic Sea Glass“ in der Nähe von Gudhjem vollführen die Handwerker sogar spektakuläre Kunststücke mit glühendem Glas. In Bornholms Kunstmuseum stehen neben Glas vor allen Malerei und Keramik im Mittelpunkt.
Sönke Möhl, dpa
REISEZIEL Bornholm ist eine 587 Quadratkilometer große dänische Insel. Im Norden gibt es Felsstrände und im süden feinen Sand. ansonsten besteht die Insel aus Granit.
MEHR INFOS INTERNET bei VisitDenmark unter www.visitdenmark.com.



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