Offenbacher Hallenfußball-Meisterschaft

SG Rosenhöhe jubelt gedämpft über den Titelhattrick

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Massa Bell Bell (links) traf im Finale für den OFC. Christian Kondziella (rechts) war für die SG Rosenhöhe erfolgreich, wurde dann aber zum Pechvogel. Nach einem Zweikampf wurde er mit blutender Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht. Das Finale wurde beim Stand von 6:2 für die SG Rosenhöhe abgebrochen.

Offenbach - Ein Zweikampf mit blutigen Folgen hat das Traumfinale der Offenbacher Hallenfußball-Meisterschaften zwischen den Topfavoriten SG Rosenhöhe und Kickers Offenbach U21 abrupt beendet. Von Rolf Joachim Rebell

Es waren noch zwei Minuten und 44 Sekunden im Finale zu spielen, als Christian Kondziella von der SG Rosenhöhe nach einem Zusammenprall blutverschmiert auf dem Hallenboden liegen blieb. Zu diesem Zeitpunkt führte die SG Rosenhöhe mit 6:2 und sah wie der sichere Sieger aus. Das Finale wurde nach diesem Zwischenfall von der Turnierleitung abgebrochen und mit 6:2 für die SG Rosenhöhe gewertet. „Ein Verantwortlicher vom OFC kam zu uns und sagte, dass sein Team die Begegnung nicht mehr fortsetzen wollte“, sagte Fritz Wagner. Der Jubel über den Titelhattrick fiel bei der SG Rosenhöhe entsprechend gedämpft aus. Christopher Lang (2), Patrick Bleibdrey (2) sowie Horst Russ und Christian Kondziella hatten im Finale für den Gruppenligisten getroffen. Allan Kuzbik und Massa Bell Bell waren für die Verbandsliga-Reserve des OFC erfolgreich.

 „Schade, dass es so ein Ende geben musste“, sagte SGR-Trainer Tevfik Kilinc. „Bis zu diesem Unfall hat sich mein Team sehr gut präsentiert. Immerhin haben wir uns zweimal gegen den OFC durchgesetzt.“ Zufrieden mit seinem Team war auch OFC-Trainer Zaki Tammaoui. „Wir haben uns gut präsentiert, auch wenn wir nicht mit unserer stärksten Mannschaft antreten konnten.“ Sein Mitgefühl galt Kondziella: „Wir wünschen ihm schnelle und gute Genesung.“ Das Pech des Rosenhöhe-Akteurs war das unschöne Ende nach drei Tagen mit reichlich Spekatakel in der Bürgeler ESO-Sportfabrik. „Die Veranstaltung hat sich wieder voll gelohnt“, freute sich Offenbachs Bürgermeister Peter Schneider. „Das Konzept mit der E-Jugend und den Traditionsmannschaften hat sich bewährt. Und die Spiele bei den Herren waren zum Teil sehr spannend und zeigten viel Qualität.“ Schneider war vor allem von der starken Leistung des A-Ligisten FC Maroc beeindruckt. „Die Mannschaft hat technisch überzeugt.“

Im Spiel um Platz drei bei den Herren standen sich die beiden Überraschungsmannschaften gegenüber. Der FC Maroc setzte sich mit 4:1 gegen die Gemaa Tempelsee durch. „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, sie hat ein ganz starkes Turnier gespielt“, sagte FC-Trainer Wolfgang Strack. „Mit Ausnahme des Halbfinales gegen den OFC haben wir fast jedes Spiel beherrscht, nur mit der Chancenverwertung haperte es noch etwas.“ Auch Mike Busch, sein Gegenüber von Gemaa Tempelsee, lobte seine Mannschaft. „Mit uns hat hier keiner gerechnet, schade dass uns im Halbfinale im Neunmeterschießen etwas das Glück gefehlt hat.“

Bilder der Offenbacher Hallenfußballmeisterschaft

Die SG Rosenhöhe hatte die besseren Nerven. Kurz vor Spielende hatte Vittorio Mancari mit seinem Treffer zum 3:3 das Team von Trainer Mike Busch zunächst gerettet. SGR-Keeper Marcel Weber avancierte mit zwei gehaltenen Schüssen zum Matchwinner, am Ende hatte die SG Rosenhöhe mit 7:5 die Nase vorne. Die Zwischenrunde am Sonntag begann mit einem Paukenschlag, der VfB setzte sich unter lautstarkem Zuspruch seiner Fans mit 2:1 gegen die SG Rosenhöhe durch. Doch der Titelverteidiger gab sich in den folgenden Begegnungen keine Blöße und ließ mit einem 4:1 Kickers Offenbach hinter sich.

Das Nachsehen hatte der VfB, der sich gegen den HFC mit einem 1:1 zufrieden geben musste und das Halbfinale verpasste. In der zweiten Gruppe hatten bis zum vorletzten Spiel noch alle fünf Mannschaften die Chance auf das Weiterkommen. Dann machte der FC Maroc mit einem 5:4 gegen Squadra Azzurra alles klar, holte dabei sogar einen 0:3-Rückstand auf. Zweiter wurde die Gemaa. In den Vorrundenbegegnungen setzten sich zumeist die Favoriten durch. Nur die DJK Sparta und der HFC, die den Bürgeler „Heimvorteil“ nutzten, überraschten als jeweils Gruppenzweite.

Den Titel bei den Damen sicherte sich das favorisierte Team von Kickers Offenbach. Gegen die SG Wiking setzte sich der Titelverteidiger mit 5:3 im Neunmeterschießen durch und verteidigte die im Vorjahr gewonnene Meisterschaft erfolgreich.

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