Frankfurt - Dirk Bauermann ist Trainer mit Leidenschaft – und ein Freund klarer Worte. Entsprechend vehement hatte sich der Chefcoach der Basketball-Nationalmannschaft vor Rundenbeginn dafür eingesetzt, dass die deutschen Spieler in der 2. Liga künftig mehr Einsatzzeiten bekommen. Von Christian Düncher

© Hanns-Peter Lützig
Die Protagonisten (von links): Hansjörg Tamoj, Frank Buschmann, Martin Hornberger, Dirk Bauermann
Mit Erfolg. Die „Brandrede“, wie sie Jürgen Barth, Manager des TV Langen, nannte, hatte zur Folge, dass sich die Vereinsvertreter auf folgende, freiwillige Regelung einigten: In der Division ProB müssen seit dieser Saison stets drei Deutsche auf dem Platz stehen. Eine Klasse weiter oben, in der Division ProA, sind immerhin noch zwei vorgeschrieben.
Bauermann geht das aber noch nicht weit genug. Auf einer Podiumsdiskussion in Frankfurt mit dem Titel „EM 2009 - und jetzt?“ forderte der Bundestrainer gestern erneut eine Ausweitung der Quotenregelung auf die Bundesliga (BBL). Die „Leuchttürme“, wie Bauermann die 18 BBL-Klubs nennt, müssten sich auf eine „1+4“-Quote einigen. Bedeutet: Unter den fünf Spielern, die pro Mannschaft auf dem Parkett stehen, soll stets mindestens ein Deutscher sein. Die aktuelle Quote, die vorschreibt, dass vier Deutsche auf dem Spielberichtsbogen stehen müssen, bezeichnet der Bundestrainer „inakzeptabel“.
Pommer wird die Sache am Samstag mit den Vertretern der BBL-Klubs besprechen, ist allerdings in Bezug auf die „1+4“-Regel skeptisch. Einen Vorschlag von Seiten der BBL werde es trotzdem geben. Wie der aussehen soll, wollte er aber noch nicht verraten. „Das“, sagt Pommer, „ist ein süßes Geheimnis.“
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