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Langens Basketballer freuen sich auf FC Bayern München

Beste Leistung seit langem macht Mut

Langen ‐ Für einen regelrechten Paukenschlag haben die Basketballer des TV Langen in der 2. Bundesliga mit ihrem 95:79-Auswärtssieg am Mittwochabend beim Tabellenvierten BG Karlsruhe gesorgt.  Von Stefan Moritz

„Das war die beste Leistung einer Langener Mannschaft seit mehreren Jahren“, lobte Manager Jürgen Barth, „es haben wirklich alle auf ganz hohem Niveau gespielt, so dass wir das Spiel total souverän beherrscht haben.“ Mit unglaublich guter Trefferquote führten die Langener zur Halbzeit 55:32, lagen selbst fünfeinhalb Minuten vor Schluss noch 79:60 vorn und ließen den Gegner nicht mehr dichter als bis auf zehn Punkte herankommen. Geradezu „phantastisch“ habe Kai Barth gespielt - „und das sage ich nicht, weil er mein Sohn ist“, kommentierte Manager Jürgen Barth die 15 Punkte, sechs direkten Korbvorlagen und ebenso vielen Rebounds des Spielmachers, der vergangenen Sonntag 21 Jahre alt wurde.

Auf gleichem Niveau agierte Distanzschütze Tobias Grauel, der mit 21 Punkten bei einer Trefferquote von 59 Prozent seinem Gegenspieler, dem sonst herausragenden Karlsruher Rouven Roessler (17 Punkte mit nur sieben Treffern bei 20 Würfen) die Show stahl. Auch Grauels Ersatz Brian Henderson überzeugte diesmal laut Manager Barth, ebenso wie Carl Arts und Marco Völler.

Nächste Herausforderung FC Bayern München

Brandon Chappell traf zwar nur vier seiner 14 Würfe, „aber das waren wichtige“, so Barth. Und ein starkes Debüt gab Center Kyle Jeffers, dem mit 14 Punkten und 10 Rebounds gleich ein „Double-double“ gelang. Auf den 2,06 Meter großen und 110 Kilogramm schweren US-Profi kommt bei seiner Heimpremiere morgen (19.30 Uhr) in der Langener Sehring-Halle gleich die nächste Herausforderung zu, denn die Bayern kommen, der Tabellensechste FC Bayern München, mit dem erfahrenen 2,15-Meter-Center Robert Maras.

Der hat beim 87:75-Hinspielsieg dem sonst herausragenden Alonzo Hird mit 16 Punkten und 13 Rebounds den Schneid abgekauft. Hird wird durch seinen Muskelfaserriss zum Zuschauen verdammt sein. Manager Barth hofft auf sein Comeback in drei Wochen, am 27. März, beim Spiel in Freiburg.

In Jeffers aber bekommt Maras einen vielleicht sogar passenderen Gegenspieler. „Da treffen zwei richtige Brecher aufeinander. Kyle ist ja noch um einiges kräftiger als Alonzo“, freut sich Manager Barth, „ich bin jetzt nicht so naiv, noch einmal eine solche Leistung wie in Karlsruhe zu erwarten. Dieses Spiel hat auch viel Kraft gekostet. Aber es könnte ein wirklich packendes Spiel geben.“

Die Mannschaft lebt

Der Sieg in Karlsruhe hat den TV Langen in der Tabelle nur minimal vorangebracht. Immer noch fehlen zwei Siege zum ersten Nicht-Abstiegsplatz und am Wochenende werden durch die direkten Duelle Essen gegen Nördlingen und Freiburg gegen Jena erneut zwei Konkurrenten siegen. Der Sieg in Karlsruhe hat aber gezeigt, dass noch Leben in der Mannschaft ist und sollte Mut machen für die restlichen acht Saisonspiele. Und er könnte auch Bewegung bringen in die Diskussion über die Strategie für die nächsten Jahre, zu der sich die Basketballabteilung des TV Langen morgen Vormittag trifft. Vielleicht könnte einem Wunder des sportlichen Klassenerhalts doch noch das Wunder eines Parkettbodens für die Sehring-Halle folgen, der unabdingbare Bedingung für die Erteilung einer Zweitliga-Lizenz für die nächste Saison wäre.

TV Langen (Punkte, Würfe, Rebounds, Einsatzzeit):

Jeffers 14     9/14   10   35:25

K. Barth 15   12/20     6   32:54

Grauel 21   10/17     5   32:48

Chappell 11     4/14     1   29:37

Arts 11     7/13     3   28:29

Völler 8     4/6       4   16:06

Henderson 12     6/8       3   14:57

N. Barth 3     1/1       1     9:44

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