Frankfurt (sp) - Armin Veh will keine Zeit mehr verlieren. Und deshalb wird der Trainer der Frankfurter Eintracht seinen neunten Neuzugang, den Brasilianer Anderson, schon nach drei Tagen im Mannschaftskreis am Samstag beim Pokalspiel in Halle von Beginn an einsetzen.
„Wieso sollte ich noch warten“, sagte Veh, „ein Risiko ist es so und so“.
Mit Anderson habe er schon seit vier Wochen Kontakt gepflegt, doch erst in den letzten Tagen sei der Transfer durch Personalentscheidungen in Mönchengladbach möglich geworden. Der 23 Jahre alte Brasilianer macht den Eindruck als sei er froh, Gladbach nach nur einem Jahr wieder verlassen zu können. „Das ganze Team war letzte Saison schlecht“, sagt er, „das ist auch auf mich zurückgefallen.“
Einen Stammplatz konnte er sich bei der Borussia nicht erkämpfen. Bei der Eintracht wird er gleich gesetzt sein. Als eigene Stärken bezeichnet Anderson, der die Nummer „23“ auf dem Rücken tragen wird, „Kopfballspiel, Schnelligkeit, Zweikampf.“ Hat er in dieser Selbsteinschätzung nicht übertrieben, hat die Eintracht einen Volltreffer gelandet. Am zweiten Arbeitstag in Frankfurt ist dem Neuen das erste Interview schwerer gefallen als das erste richtige Training. In gebrochenem Deutsch hat er freundlich Fragen beantwortet. „Er versteht alles“, sagt Sportchef Hübner, „in der Kabine spricht er deutsch.“
Es wird wichtig sein für das sportliche Fortkommen der Eintracht, dass sich die internationale Abwehrriege mit dem Ivorer Constant Djakpa, dem Kroaten Schildenfeld, dem Brasilianer Anderson und dem Deutschen Sebastian Jung richtig versteht. Anderson, Spitzname „Bamba“, wünscht sich nichts mehr als Einsätze. „Mir fehlt vor allem Spielpraxis“, gibt er zu, „um zu hundert Prozent meines Leistungsvermögens zu kommen, muss ich spielen, spielen, spielen.“
Rubriklistenbild: © Roskaritz


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