Nicht gegebener Handelfmeter

Dante hält nicht viel von Fair Play

Sebastian Jung im Zweikampf mit Dante
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Und hoch das Bein. Sebastian Jung (links) gegen der Brasilianer Dante vom FC Bayern, dessen Handspiel im Strafraum für Diskussionen sorgt.

Frankfurt - Es war die 82. Minute, als Bayerns Abwehrspieler Dante den Ball nach einer scharfen Flanke von Frankfurts Sebastian Jung deutlich mit der Hand abwehrte, es hätte Elfmeter geben müssen. „Eine ganz klare Sache“, sagte Jung.

Pech nur, dass Schiedsrichter Florian Meyer den Regelverstoß nicht sehen konnte und sein Assistent Frank Willenborg, der beste Sicht hatte, ihn aus unerklärlichen Gründen ebenfalls nicht anzeigte. „Das war nicht schwer zu erkennen, es war ein ganz klarer Elfmeter“, schimpfte Frankfurts Trainer Armin Veh, „es sind vier Schiedsrichter da, um so etwas zu sehen.“ FIFA-Referee Meyer war unsicher, fragte Dante. Der Brasilianer aber verneinte, obwohl er den Ball mit der Hand gespielt hatte. Eine Reaktion aus dem Internet: „Fair play, nein Dante“.

Trainer Veh wollte dem Münchner Verteidiger keinen Vorwurf machen. Er war sauer auf den Referee und dessen Spielerbefragung. „Er hätte einfach besser hinschauen müssen“, sagte Veh, „und Russ hat er ja auch nicht gefragt, als er Elfmeter gepfiffen hat.“ In der ersten Halbzeit hatte der Schiedsrichter nach einem Rempler von Marco Russ gegen Thomas Müller auf Zeichen seines Assistenten auf Elfmeter für die Bayern entschieden. Einen weiteren möglichen Strafstoß für die Münchner nach Zweikampf zwischen Carlos Zambrano und Mario Gomez hatte Meyer nicht gepfiffen.

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Der nicht gegebene Elfmeter war freilich nicht das einzige Frankfurter Ärgernis am Rande der Münchner Meisterfeier. Auch das Abbrennen von Pyrotechnik im Bayern-Block stieß übel auf.

sp

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