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Droht Zambrano eine Sperre?

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Von: Peppi Schmitt

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© dpa

Frankfurt -  Carlos Zambrano ist krank, sein Einsatz gegen Bayern München fraglich. Und dennoch hätte er laut Perus Fußball-Verband zu einem Länderspiel reisen sollen. Es drohen rechtliche Schritte.

Carlos Zambrano hat wie am Sonntag und Montag auch am Dienstag nicht mit der Mannschaft der Frankfurter Eintracht trainieren können. „Er hat eine Darmgrippe“, sagt Trainer Armin Veh. Zambrano liegt zu Hause im Bett. Ein ganz normaler Vorgang, doch in einer Länderspielwoche, also in einer offiziellen Abstellungsfrist des Weltfußball-Verbandes FIFA, sind die Regeln manchmal anders.

Aus Zambranos Krankheit könnte sich jedenfalls ein handfester Krach mit Folgen entwickeln. Perus Fußball-Verband wollte, so die Informationen dieser Zeitung, dass Zambrano trotz Krankheit zum heutigen Länderspiel Perus nach Seoul anreist. Der Spieler aber ist zu Hause geblieben, auf Anraten der Ärzte, abgesichert durch ein Attest. Erkennen die Peruaner das Attest nicht an, könnten sie den Spieler über die FIFA wegen Nichterfüllung der Abstellungsfrist fürs nächste Pflichtspiel bei seinem Arbeitgeber, also fürs Spiel gegen die Bayern am Samstag, sperren lassen. Daraus würde sich ziemlich sicher ein Rechtsstreit entwickeln. Und so hofft die Eintracht, dass die Probleme gütlich geregelt werden können.

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So oder so - der Einsatz von Zambrano gegen die Bayern ist fraglich. Ein Ausfall wäre die Chance für Bamba Anderson. Doch der bereitet dem Trainer einige Sorgen. Gestern versammelte Veh die Spieler und hielt eine lautstarke und gestenreiche Standpauke. „Ich habe ihnen gesagt, dass ich mit der Trainingsleistung zufrieden war“, erzählte Veh später, „sie sind aggressiv zur Sache gegangen, das war gut.“ Doch das war nicht das einzige, was Veh loswerden wollte. Denn zumindest Anderson bekam einen dicken Rüffel wegen seiner eher lässigen Einstellung. Der Brasilianer jedenfalls war nach dem „Anpfiff“ bedient, stapfte sichtlich schlecht gelaunt als erster vom Platz.

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Veh will aber dem Reflex widerstehen, nach einer bösen Niederlage zu viel in Frage zu stellen oder gar zu ändern. Zwar haben beim Training Stefan Aigner und Takashi Inui mit „gelben Leibchen“ der Stammelf geübt, dennoch ist nicht mit einer Rückkehr zur Mannschaft der letzten Saison zu rechnen, weder taktisch noch personell. „Wir haben noch keinen richtigen Rhythmus“, sagt Veh, „deshalb wäre zu viel Rotation nicht gut.“

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