Blocksperre des DFB verfehlt das Ziel

Wegen DFB-Strafe: Fans weichen auf andere Blöcke aus

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Der Block 40 bleibt gegen Stuttgart leer.

Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht muss gegen Stuttgart auf die Unterstützung von Teilen der Fans verzichten. Block 40 bleibt als Strafe gesperrt. Für einen großen Teil der Bestraften ist dies jedoch kein Hindernis. Von Peppi Schmitt

Im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart muss die Frankfurter Eintracht auf Unterstützung aus ihrem Block 40 verzichten. Aufgrund des Urteils des DFB-Sportgerichts nach den Ausschreitungen beim Darmstadt-Spiel bleibt der Block leer. Die rund 2 500 Dauerkarten sind nicht gültig. Viele der Fans haben sich allerdings Tickets für andere Blöcke besorgt. Was die Strafe durch den DFB nicht wirklich logisch erscheinen lässt.

An den fehlenden Fans hinter dem Tor liegt es freilich nicht, dass die erwartete Zuschauerzahl nicht so ist, wie eigentlich gewohnt. Laufen der Eintracht also wirklich die Zuschauer weg, wie es die Bild-Zeitung wegen des zu erwartenden gegenüber den Vorjahren geringeren Interesses befürchtet? Man könnte es glauben, sieht man nur die beiden letzten Spiele. Gegen den VfL Wolfsburg sind zum Rückrunden-Auftakt nur 35.000 Zuschauer gekommen, 9000 weniger als in der vergangenen Saison. Was zum einen sicher am ungemütlichen Wetter und dem wenig attraktiven Gegner lag, der zudem nur gut 300 Fans mitgebracht hatte. Aber natürlich sind die Frankfurter Zuschauer nach der wenig erbaulichen Vorrunde auch skeptisch, womöglich gibt es auch ein paar, die sich von den Ausschreitungen beim Spiel gegen Darmstadt abschrecken lassen. Fürs Spiel gegen Stuttgart wurden bislang etwas über 40.000 Eintrittskarten verkauft, in der vergangenen Saison waren 49.000 Zuschauer gekommen. Damals war es der Auftritt von Armin Veh mit dem VfB in Frankfurt. Auch dies deutet auf eine gewisse Müdigkeit und/oder Unzufriedenheit der Fans hin.

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Andere Zahlen führen zu einem anderen Bild. In der Vorrunde nämlich ist die Eintracht bei insgesamt drei ausverkauften (51.500 Zuschauern) Spielen gegen Bayern, Köln und Darmstadt auf einen Schnitt von 47.189 gekommen (Quelle: Kicker). Das bewegt sich genau in jener Bandbreite, in der sich der Besuch seit Jahren hält. In der Spielzeit 14/15, als die Eintracht gerade zu Hause sehr erfolgreich war, sind 47.618 im Schnitt gekommen, in der Saison 13/14 waren 47.074 und in der Saison 12/13, als die Frankfurter in die Europa-League stürmten, 48.066. Also nur ganz geringe Ausschläge nach oben und unten. Und auch für die Rückrunde muss die Eintracht mit keinem größeren Einbruch rechnen. Abseits des sportlichen Verlaufs sind für die Begegnungen gegen Schalke, Mainz und Dortmund „volle Häuser“ zu erwarten.

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