Bei der Eintracht Frankfurt steigt die Nervosität: Aufstieg in die erste Bundesliga in Sicht

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    • 13.04.12
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Bei der Eintracht steigt die Nervosität

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Frankfurt (sp) - Kein anderer Verein in der Zweiten Fußball-Bundesliga hat so viele Zuschauer wie die Frankfurter Eintracht. Über 36.000 Zuschauer sind im Schnitt zu jedem Heimspiel gekommen, mit eingerechnet die Partie gegen St. Pauli, als wegen eines DFB-Urteils große Teile der Fans ausgesperrt waren.

© Hübner

Enttäuschung nach dem 1:1 gegen Ingolstadt auch bei Kapitän Pirmin Schwegler.

Die Eintracht hat aber auch große Probleme mit ihren Zuschauern, dabei soll diesmal nicht die Rede sein von Ausschreitungen eines kleinen Teils der Fans, sondern von der Ungeduld eine großen Teils des Publikums, wenn es einmal nicht so läuft. So war Trainer Armin Veh, der normalerweise keine Gelegenheit auslässt, die Anhänger wegen ihrer Unterstützung zu loben, nach dem 1:1 gegen den FC Ingolstadt richtig sauer. „Nicht nachvollziehen“ könne er die Pfiffe, ärgerte sich Veh, „gerade jetzt, wo es um alles geht“ seien die Reaktionen nicht angemessen gewesen. „Zumal die Mannschaft alles gegeben hat“, wie Veh glaubt.

Ganz extrem waren die Reaktionen wieder einmal gegenüber einzelnen Spielern, allen voran Benjamin Köhler. Bereits in der vierten Minute (!) gab es die ersten Pfiffe gegen den Mittelfeldspieler, als diesem ein Fehlabspiel unterlaufen war. Die Anti-Stimmung gegen Köhler setzte sich fort und so konnte sicher niemand im Stadion überrascht sein, dass Köhler bei einer guten Gelegenheit kurz vor der Halbzeit nicht den Mut hatte, volley zu schießen und so die Chance vergab,. „Natürlich kriegt man diese Unruhe auf den Rängen mit“, sagte der erfahrene Heiko Butscher, „ich würde lügen, wenn ich das nicht zugebe.“

Alle äußeren Einflüsse ausschalten

Gerade in den nächsten Spielen müsse die Eintracht aber versuchen, alle äußeren Einflüsse auszuschalten, meint der ehemalige Freiburger, der wie sein Trainer überrascht war über die eher negative Stimmung in der Arena. „Jeder musste doch sehen, dass wir alle unbedingt wollten“, sagte er. Die Erklärung für die Unmutsäußerungen eines Teils der Zuschauer sei allerdings relativ einfach. Die Mannschaft habe die Messlatte mit den letzten Heimspielen sehr hoch gelegt, „weil wir da jedesmal gleich 3:0 geführt haben“.

Eintracht auf Aufstiegskurs: Ist das Team so gut wie durch?

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(44.9)%Nein, die Euphorie ist noch verfrüht.

(9.8)%Weiß ich nicht. Es sind noch zu viele Spiele.

Die Nervosität in Frankfurt schaukelt sich vor dem Finale um den Aufstieg immer weiter nach oben. Für das Heimspiel am Samstag gegen Erzgebirge Aue sind bereits 42.000 Karten verkauft. Eine tolle Kulisse, doch sie wird der Eintracht nur nutzen, wenn Mannschaft und Fans wieder enger zusammenrücken. Der Trainer mahnt zur Ruhe, will den Druck auf die Spieler nicht auch noch erhöhen. „Wenn das beste an einem Tag mal nicht reicht, dann ist es eben so“, sagt Veh. Der Wille bei den Spielern sei zu hundert Prozent vorhanden gewesen, manchmal hätten aber die Mittel nicht ausgereicht. „Es gibt eben Spiele, die man nicht gewinnt, obwohl man klar besser ist.“

Gegen einen so defensiv eingestellten Gegner wie den FC Ingolstadt hätten den Frankfurtern auch die Flanken des gesperrten Constant Djakpa richtig gut getan. Die Eintracht hat Einspruch eingelegt gegen das Urteil des DFB-Sportgerichtes und eine mündliche Verhandlung verlangt. Diese wird heute um 13 Uhr in der Zentrale des DFB in Frankfurt stattfinden.

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