„Wir können es uns nicht leisten, ihn links liegen zu lassen“

Eintracht baut im Abstiegskampf auf Seferovic 

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Haris Seferovic (rechts) brachte nach seiner Einwechslung Schwung ins Eintracht-Spiel.

Frankfurt - Vier Wochen nach dem großen Krach im Anschluss an das Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Trainer Armin Veh: „Ich habe die Schnauze voll von seinen Ego-Trips“) ist Haris Seferovic wieder ins Team zurückgekehrt. Von Peppi Schmitt

Zur zweiten Halbzeit hatte der Trainer ihn gegen den HSV eingewechselt, um für mehr Bewegung und mehr Druck im Angriff zu sorgen. Das haute hin. Seferovic brachte tatsächlich frischen Wind, auch wenn der Trainer dies noch nicht besonders herausheben wollte. „Das war Okay, nicht mehr und nicht weniger“, sagte Veh, der es bewusst vermied, zu viel Lob zu verteilen. „Ich kann von einem Profi doch verlangen, dass er arbeitet“, schränkte Veh ein, „aber natürlich hat die Mannschaft besser gespielt nach der Halbzeit, auch wegen ihm.“

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Gekommen war der Schweizer Nationalspieler für Szabolcs Huszti, der total enttäuscht hatte. Die Schuld dafür nahm Veh auf sich. Der Ungar habe unter der Woche an einer starken Erkältung gelitten und sogar Antibiotika genommen. „Deshalb hätte ich ihn nicht aufstellen sollen“, gab Veh zu. Die Korrektur zur Pause war dann richtig, vor allem weil sie mit einer taktischen Umstellung einhergegangen war. Und dennoch scheiden sich an Seferovic weiter die Geister. Nach und nach aber setzt sich die Meinung durch, dass die Eintracht den 23 Jahre alten Angreifer im Abstiegskampf unbedingt benötigt. Allerdings in guter körperlicher wie psychischer Verfassung. Und daran scheint Seferovic nun endlich konsequent zu arbeiten.

Eintracht-Zeugnis gegen den HSV

Im Training schiebt er Zusatzschichten und auch sonst zeigt er sich nach der einen oder anderen Kritik am Lebenswandel geläutert. Am Samstag habe ihn der Spieler angerufen und gefragt, „ob er am Abend zu einer karikativen Veranstaltung gehen darf“, berichtete Bruno Hübner. Der Manager riet ihm wegen der aktuellen sportlichen Situation „lieber zu Hause zu bleiben“. Seferovic hat sich daran gehalten. Hübner ist überzeugt, dass der Stürmer noch zu einem Trumpf im Existenzkampf werden kann. „Wir können es uns nicht leisten, ihn links liegen zu lassen“, sagt der Eintracht-Manager. Neben Seferovic könnte demnächst auch wieder Luc Castaignos die Mannschaft verstärken. Der Holländer hat nach seiner Operation wegen eines gerissenen Syndesmosebandes mit Lauftraining begonnen und soll in absehbarer Zeit ins Mannschaftstraining einsteigen.

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