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Große Hoffnungen, aber leere Hände

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Von: Peppi Schmitt

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Die sportliche Führung der Eintracht im Gespräch: Trainer Thomas Schaaf (links) und Manager Bruno Hübner.   J Foto: Hübner
Die sportliche Führung der Eintracht im Gespräch: Trainer Thomas Schaaf (links) und Manager Bruno Hübner. © Hübner, Jan

Norderney - Gestern ist Bruno Hübner im Trainingslager der Frankfurter Eintracht angekommen – erwartet vom Trainer und den Journalisten. Auch die Fans haben hohe Erwartungen an den Sportdirektor. Doch Hübner hatte nicht im Gepäck, was viele erhofft hatten.

Es gibt noch keine weiteren Zugänge, nur Absichtserklärungen und Hoffnungen. Drei, vier Neue sollen noch verpflichtet werden, betont Hübner – allerdings bereits seit Wochen. Trainer Thomas Schaaf wird also in diesen Tagen auf eine harte Probe gestellt. „Ich weiß, dass Geduld schwierig ist, ich kenne es von mir“, sagt er, „das muss man aushalten, ich jedenfalls komme damit klar.“

Dabei ist die Situation aktuell wenig erfreulich. Beim Training hat Schaaf aufgrund der Ausfälle von Carlos Zambrano (fiebrige Erkältung) sowie Alexander Madlung (Rückenprobleme) nicht mal 19 Feldspieler zur Verfügung. Es ist freilich keine optimale Situation, aber für Schaaf auch „noch kein Grund zur Aufregung“. Ohnehin gibt sich der Trainer betont ruhig – auch mit Blick auf weitere Zugänge. „Da ist er anders als sein Vorgänger“ scherzt Hübner.

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Schaaf muss sich also weiter gedulden – mindestens bis zum zweiten Trainingslager Mitte nächster Woche. „Es muss funktionieren“, sagt Hübner, „deshalb lassen wir uns Zeit“. Der Spielermarkt sei „überhitzt“, sagt er. Bei Spielern, die bislang auf dem Markt gewesen seien, habe entweder die „Überzeugung gefehlt, dass sie uns wirklich helfen“, oder sie seien für die Frankfurter schlicht nicht bezahlbar gewesen. „Der Belgier Origi wurde vor der WM für 1,5 Millionen Euro gehandelt“, nennt Hübner ein Beispiel, „jetzt werden zwölf Millionen Euro aufgerufen“. Erst, wenn keiner die Summe zahlt, würden die Preise fallen. Und erst, wenn die großen Klubs einkaufen, könnten auch die kleinen profitieren. Ein Beispiel könnte Mittelfeldspieler Daniel Caligiuri vom VfL Wolfsburg sein. Aktuell wollen die „Wölfe“ ihn nicht hergeben, werden sie aber selbst fündig, könnte sich das ändern.

Gespräche gibt es auch mit eigenen Spielern. Bei Marc-Oliver Kempf ist laut Hübner zwar „noch nicht alles fix“, aber er wird wohl für rund 800.000 Euro zum SC Freiburg wechseln. Dass Jan Rosenthal abgegeben werden soll, ist auch kein Geheimnis. Laut Hübner gibt es „einen Markt“ für den Mittelfeldspieler, der 2013 vom SC Freiburg gekommen war.

Thomas Schaaf trainiert die Eintracht

sp

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