Manager Hübner sucht Erfahrung in der Offensive

Eintracht: Ayhan im Anflug, Huszti ein Kandidat

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Kaan Ayhan im Zweikampf mit Stefan Aigner

Frankfurt - Am Sonntag startet die Frankfurter Eintracht mit einem Laktat-Test ins neue Jahr, am Montag fliegt die Mannschaft dann für neun Tage ins Trainingslager nach Abu Dhabi. Sportdirektor Bruno Hübner hat also noch vier, fünf Tage Zeit, um den Kader zu komplettieren. Von Peppi Schmitt

Neben dem bereits verpflichteten offensiven Mittelfeldspieler Marco Fabian (Deportivo Guadalajara) sollen noch zwei weitere Neuzugänge mit dabei sein. Als Allrounder für die Defensive wollen die Frankfurter wie bekannt ja den Schalker Kaan Ayhan unter Vertrag nehmen. Am Dienstag verdichteten sich die Gerüchte, dass der Wechsel dess 21 Jahre Deutsch-Türken nun unmittelbar bevorsteht. Hübner und sein Schalker Kollege Horst Heldt sind sich weitgehend einig, es geht wohl lediglich noch um Vertragsdetails. So will die Eintracht auf jeden Fall zusätzlich zum Leih-Vertrag auch noch eine Kaufoption vereinbaren.

Als dritten Neuzugang will Hübner noch einen Offensivallrounder holen, also einen Profi, der sowohl im Mittelfeld als auch im Angriff spielen kann. Zum Anforderungsprofil gehört auch Bundesliga-Erfahrung, um etwaige Anpassungsprobleme so gering wie möglich zu halten. Zuletzt war neben Sejad Salihovic, ehemals TSG Hoffenheim, mit Szabolcz Huszti ein weiterer Name in der Gerüchteküche aufgetaucht. Wie der 31 Jahre alte Salihovic, der bei Guizhou Renhe unter Vertrag steht, spielt auch Huszti aktuell in China, bei Changchun Yatai. Der bald 33 Jahre alte ehemalige ungarische Nationalspieler Huszti hat von 2006 bis 2009 und 2012 bis 2014 bei Hannover 96 gespielt und 132 Bundesligaspiele absolviert, dabei 36 Tore erzielt. Er könnte also durchaus der gesuchte Spieler sein, um im Notfall auch Spielmacher Marc Stendera oder Torjäger Alexander Meier mal ersetzen zu können. „Ich kommentiere keine Namen“, sagte Hübner am Dienstag.

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Wie vor ihm bereits Vorstandschef Heribert Bruchhagen, betonte auch der Sportdirektor, dass die Eintracht mit der Verpflichtung der drei Neuzugänge keine finanziellen Abenteuer eingehen würde. Immerhin haben die Frankfurter für Vaclac Kadlec, der zum FC Mydtjylland nach Dänemark wechselt, zwei Millionen Euro an Ablöse erhalten, zudem sparen sie Geld durch die langfristig verletzten Spieler wie Bamba Anderson Johannes Flum oder Luc Castaignos, deren Gehälter wie bei jedem anderen Arbeitnehmer auch nach der sechsten Woche des Ausfalls von der Krankenkasse bezahlt werden. „Wir bewegen uns im vorgegeben Budget“, sagt Hübner, der im Übrigen mit Unverständnis auf Presseveröffentlichungen reagiert hat, die den mexikanischen Neuzugang Marco Fabian als „Problem-Profi“ abgestempelt haben (wir berichteten). „Ich erinnere nur an Haris Seferovic, da gab es im Vorfeld auch solche Geschichten“, sagt Hübner, „heute ist er Publikumsliebling und keiner spricht mehr davon.“ Auch bei Fabian gehörten etwaige Verfehlungen längst der Vergangenheit an. „Das ist für uns überhaupt kein Thema“, sagt er.

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Thema könnte schon nächste Woche im Trainingslager dann eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Marc Stendera werden. Der U 21-Nationalspieler, einer der wenigen überzeugenden Spieler der Vorrunde, soll langfristig gebunden werden. Erste Gespräche sind anberaumt. Aktuell steht das Eigengewächs bis zum 30.Juni 2017 mit einer anschließenden einjährigen Option unter Vertrag, im Grunde also bis 2018. Trainer Armin Veh hält große Stücke auf den 20 Jahre alten Stendera, dem er zutraut, die Eintracht schon in absehbarer Zeit auf dem Spielfeld anzuführen.

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