Schlechte Nachrichten trotz Sieg gegen Al Ahli Dschidda

Sorgen um Seferovic: Stürmer bricht Lauftraining ab

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Die Startelf der Eintracht: Alex Meier, Lukas Hradecky, Marc Stendera, Makoto Hasebe, Szabolcs Huszti, Marco Fabian, Stefan Aigner, Bastian Oczipka, Timothy Chandler, David Abraham, Marco Russ.

Frankfurt - Es gibt gute Nachrichten aus dem Trainingslager der Frankfurter Eintracht  - aber auch schlechte. Von Peppi Schmitt

Die guten Nachrichten: Das erste Testspiel des Jahres haben die Hessen im Rahmen ihres Trainingslagers in Abu Dhabi gegen den saudi-arabischen Club Al Ahli Dschidda mit 5:1 (2:1) gewonnen und dabei eine ordentliche Leistung gezeigt. Die schlechten Nachrichten: Neben Carlos Zambrano, der in diesem Jahr noch keine einzige Einheit mit der Mannschaft absolviert hat, gibt es nun auch Sorgen um Haris Seferovic. Der Stürmer pausiert seit Freitag beim Training und konnte auch beim lockeren Test nicht mitmachen. Schlimmer noch: Seferovic hat am Sonntagvormittag eine Laufeinheit nach wenigen Minuten abbrechen müssen. Die Schmerzen in der lädierten rechten Achillessehne waren zu stark. Noch sehen die Frankfurter Verantwortlichen das gelassen. „Ich denke, es ist nicht so schlimm und Haris kann gegen Wolfsburg dabei sein“, sagte Manager Bruno Hübner.

 Die Eintracht startet am 24. Januar mit einem Heimspiel gegen die „Wölfe“ in die Rückrunde der Bundesliga. Ein Ausfall des Schweizer Nationalspielers würde die Frankfurter an ihrer empfindlichsten Stelle treffen. Denn zentrale Stürmer sind Mangelware im Kader. Mit Luc Castaignos ist ja noch ein weiterer Anwärter auf die Stammelf seit Monaten verletzt. Und der Holländer wird nach einer Operation am Syndesmoseband frühestens Ende Februar wieder spielen können. Was bleibt ist also die Hoffnung, dass Seferovics Beschwerden vor allem dem etwas harten Boden auf dem Trainingsrasen des Hotels „Emirates Palace“ in Abu Dhabi geschuldet sind und sich die Probleme bald lösen lassen. Denn sonst wäre diese Position ganz vorne im Angriff im Sinne des Wortes die Achillesferse der Eintracht.

Gegen Dschidda behalf sich Trainer Armin Veh mit Alexander Meier in der vordersten Linie. Der letztjährige Torschützenkönig der Bundesliga kann das natürlich spielen, doch vorgesehen ist er eigentlich als „zweite Spitze“. Gegen die fleißigen, aber nicht wirklich starken Saudis, trainiert vom Schweizer Trainer Christian Groß, konnte Meier seine Frühform unterstreichen. Er erzielte zwei Treffer beim 5:1-Erfolg. Mit Szabolcs Huszti und Marco Fabian hatten zwei der drei Neuzugänge von Beginn an im Team gestanden. Da scheint sich schon früh eine Stammformation herauszubilden. Beide erfüllten die Erwartungen. Der Ungar Huszti traf mit einem feinen Freistoß zum zwischenzeitlichen 2:0, der Mexikaner Fabian zeigte weiter aufsteigende Form. „Fabian hat gezeigt, dass er was kann“, lobte der Frankfurter Trainer. Daran hatte Veh mit der neuen Nummer „10“ der Eintracht in den letzten Tagen auch psychologisch gearbeitet.

Bilder: Eintracht gewinnt Test gegen al-Ahli Dschidda

„Armin hat mit ihm gesprochen und ihn ermuntert, aktiv zu sein und sich zu zeigen“, berichtete Manager Bruno Hübner. Das klappt von Tag zu Tag besser und hat sich nun auch im ersten Spiel des Nationalspielers für seinen neuen Arbeitgeber gezeigt. Veh, der im Laufe der 90 Minuten nach und nach bis auf die beiden Torhüter Yannick Zummack und Emil Balayev alle gesunden Spieler einwechselte, insgesamt neun, war grundsätzlich zufrieden mit dem Gezeigten. „Wir haben richtig gut Fußball gespielt“, sagte er, schränkte aber ein, „ich kann es aber nicht richtig einordnen, weil ich nicht weiß, wie gut der Gegner wirklich ist.“

Die Saudis waren übrigens nicht aus ihrer rund 2000 Kilometer entfernten Heimat angereist, sondern aus der Wüstenstadt Al Ain, die rund eineinhalb Stunden entfernt von Abu Dhabi-Stadt liegt. Dort bereiten sie sich auf die kommenden Spiele vor. Vor der Pause hätten die „Gäste“ durchaus ausgleichen können, doch neben dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer vergaben sie noch einen Foulelfmeter. Torwart Lucas Hradecky konnte abwehren. Neben den verletzten Carlos Zambrano, Joel Gerezgiher und Haris Seferovic hatte der Frankfurter Trainer noch freiwillig auf Sonny Kittel verzichtet. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler wurde ein wenig geschont, nachdem er in den letzten Tagen beim Training einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen hatte.

So hatte die Eintracht begonnen: Hradecky – Chandler, Russ, Abraham, Oczipka – Hasebe, Stendera –Aigner, Huszti, Fabian – Meier

Eingewechselt wurden: Lindner, Ayhan, Ignjovski, Kinsombi, Rinderknecht, Djakpa, Medojevic, Waldschmidt und Gacinovic.

Die Tore erzielten: 1:0 Meier (9.), 2:0 Huszti (34.), 2:1 Salman (38.), 3:1 Meier (48.), 4:1 Waldschmidt (50.), 5:1 Gacinovic (88.)

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