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Stadtderby: Eintracht Frankfurt gegen FSV

Torgala beim Stadtderby

Frankfurt - Nach der eindrucksvollen Torgala beim Stadtderby der beiden Frankfurter Zweitliga-Veriene, trägt die Frankfurter Eintracht verdient das Prädikat „Stadtmeister“. Damit hat der Zweitligist seine Aufstiegsambitionen unterstrichen.

Jubeln nach Eintrachttor

© dpa

Jubel nach dem 4:0. Eintracht Frankfurts Spieler Matthias Lehmann (von lins nach rechts), Bamba Anderson, Sonny Kittel, Karim Matmour, Alexander Meier und Sebastian Rode.

Die Euphoriewelle schwappt wieder einmal durch Frankfurt, die eindrucksvolle Gala nährt die Aufstiegsambitionen. Doch so leicht wie beim 6:1 (2:0) am Samstag im Stadtderby gegen den FSV wird es die Eintracht in den verbleibenden zwölf Spielen der 2. Fußball-Bundesliga wohl nicht mehr haben. „Wir haben uns den Frust von der Seele geschossen“, sagte Matthias Lehmann und zielte damit auf das 1:1 im Spitzenspiel am vergangenen Montag bei Fortuna Düsseldorf ab. Ein aus Frankfurter Sicht unberechtigter Elfmeter hatte kurz vor Schluss den Sieg gekostet.

„Wichtig ist, dass wir als Mannschaft gewonnen haben. Die sechs Tore könnten am Ende noch ausschlaggebend sein“, meinte Karim Matmour. Sein erster „Dreierpack“ (14., 33. und 79. Minute) im Eintracht-Trikot machte den Algerier zum Mann des Tages und brachte ihm ein dickes Lob von Kapitän Alex Meier ein. „Karim krempelt immer die Ärmel hoch. Da ist es schön, dass er sich und uns mit seinem Fleiß belohnt war. Er war heute Weltklasse.“

Fleißnote bekam auch Stürmer Erwin Hoffer

Meier, der seinen elften Saisontreffer erzielte (61.), bezeichnete die Ausgangslage der Eintracht mit jetzt 46 Punkten aus 22 Spielen und dem Torverhältnis von 50:22 norddeutsch-nüchtern als „ordentliche Grundlage“. Die steht am kommenden Sonntag beim Aufstiegs-Konkurrenten SC Paderborn wieder auf dem Spiel. „Natürlich sind drei Tore schön. Die schießt man nicht jeden Tag. Es kommt aber darauf an, mit genauso viel Konzentration weiter zu arbeiten“, meinte Matmour.

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Eine Fleißnote bekam auch Stürmer Erwin Hoffer nicht nur wegen seines fein herausgespielten Tores zum 5:1 (70.). „Ich fühle mich wohl, wie wir spielen. Der Trainer hatte gesagt, ich soll Gas geben, dann bekäme ich schon meine Chance. Und so war es“, sagte der Österreicher, der in der Endphase Mo Idrissou Platz machen musste, aber insgesamt die Nase gegenüber dem Kameruner vorn hat. Seine Torpremiere feierte Sonny Kittel (67.) nach Vorarbeit von Matmour.

„Nach vorn gut, nach hinten nicht“

Eintracht-Coach Veh fand trotz der berauschenden Offensive noch ein Haar in der Suppe. „Nach vorn gut, nach hinten nicht“, kommentierte der 51-Jährige Nachlässigkeiten in der Defensive. Ilian Micanski, der nach 68 Minuten den Ehrentreffer des FSV erzielte, hätte wie sein Sturmpartner Ju Tae Yun die Eintracht in Bedrägnis bringen können. Micanski scheiterte frei an Oka Nikolov (22.), Yun drosch das Leder unbedrängt übers Tor (42.). Als Unsicherheitsfaktor in der Eintracht-Abwehr entpuppte sich diesmal der sonst so sichere Gordon Schildenfeld.

Das Positive des Tages überwog aber auch bei Veh. „Schön, dass unsere Qualität zum Tragen kommt. Wie haben zeitweise richtig gut Fußball gespielt“, lobte der Frankfurter Trainer die schön herausgespielten Tore. „Wir haben das wirklich konsequent durchgezogen.“

dpa

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