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Eintracht Trainer Armin Veh will den Widrigkeiten trotzen

„Eintracht steigt trotzdem auf“

Frankfurt (sp) - In letzter  Minute ist der Transfer vonPatrick Helmes zur Frankfurter Eintracht geplatzt, gescheitert am Veto des Wolfsburger Trainermanagers Felix Magath. Für alle Seiten war es ein Schlag ins Wasser.

© dpa

Nicht zu fassen: Patrick Helmes muss weiter in Wolfsburg bleiben.

Helmes, in Wolfsburg wie so viele andere auf dem Abstellgleis, wird wahrscheinlich nur noch in der Regionalliga spielen. Der VfL Wolfsburg muss viel Geld bezahlen für einen Profi, der keine Rolle mehr im Konzept spielt. Immerhin durfte er gestern bei den Profis trainieren.

Die Frankfurter Eintracht hat es sogar doppelt erwischt. Ihr fehlt der so dringend benötigte Stürmer, zudem ist das Gegenteil eingetreten von der vom Trainer so herbeigesehnten Euphoriewelle. „Sicher bin ich enttäuscht, dass es nicht geklappt hat“, sagte Armin Veh gestern an seinem 51. Geburtstag, „ich ändere ja nicht meine Meinung von einem Tag auf den anderen.“

Die Millionen-Ablöseforderung von VfL-Chef Magath konnten die Frankfurter nicht erfüllen. Um 17.35 Uhr am Dienstag, also erst 25 Minuten vor Transferschluss, kam die endgültige Absage aus Wolfsburg. „Was nicht geht, geht nicht“, sagt nun sogar der Frankfurter Trainer, „wir steigen trotzdem auf, fertig, aus.“

Hoffen auf Idrissou

Veh bleibt nun vor allem die Hoffnung, dass Mohamadou Idrissou nach seiner Knöcheloperation so schnell wie möglich wieder zurückkehrt. Am Dienstag hat Idrissou zum ersten Mal wieder beim Trainingsspielchen mitgemacht. Für die ersten Begegnungen gegen Eintracht Braunschweig am Sonntag und danach beim Spitzenspiel bei Fortuna Düsseldorf dürfte er noch keine Rolle spielen. Also muss Veh zunächst mit Erwin Hoffer und Rob Friend auskommen.

Zudem wurde ja noch Theofanis Gekas für 300.000 Euro in die Türkei verkauft. Bei allen Nachteilen sei es ein Vorteil, dass der Verein so mindestens 800.000 Euro bis zum Sommer eingespart habe. Die Zugänge Butscher und Amedick sind wohl deutlich preiswerter als die Abgänge Tzavellas und Gekas.

Nach dem ersten Schreck ist Veh nun entschlossen, den aktuellen Widrigkeiten zu trotzen. „Wir kommen mit der Mannschaft klar, die da ist“, sagte er, „zumindest versuchen wir es.“

Unter anderem mit einer Systemumstellung wird er auf die veränderte Personalsituation reagieren. Mit drei offensiven Mittelfeldspielern wird die Eintracht in Zukunft angreifen, davor nur noch eine Spitze. Das ist logisch, denn im Mittelfeld gibt es genügend Auswahl, vorne eben nicht mehr.

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