Frankfurt - Da hatte das Unentschieden in Düsseldorf doch noch etwas Gutes: Fünf Tage nach der Enttäuschung im Spitzenspiel bei der Fortuna hat sich die Frankfurter Eintracht im 174. Lokalderby gegen den FSV den Frust von der Seele geschossen. 6:1 (2:0) stand es am Ende. Von Peppi Schmitt

© Hübner
Mal wieder kommt ein FSV-Spieler zu spät: Yannik Stark kann den elften Saisontreffer von Alexander Meier nicht mehr verhindern.
Mit Ausnahme der lediglich rund 1000 FSV-Fans waren 40.000 Zuschauer hochzufrieden, wie eindeutig ihre Team die Stadtmeisterschaft für sich entschied. Die La-Ola-Welle schwappte durchs Stadion, womöglich zum ersten Mal in dieser Saison hatten die Eintracht-Fans das Gefühl, dass es tatsächlich etwas werden wird mit der Rückkehr in die Bundesliga. Die Eintracht ist mit sieben Punkten aus drei Spielen gut aus der Winterpause gekommen, liegt auf Platz eins der Tabelle und in dieser Verfassung sicher ein Aufstiegskandidat. „Wir waren hellwach und haben richtig gut Fußball gespielt“, sagte Trainer Armin Veh und freute sich, „dass wir unser Spiel konsequent durchgesetzt haben“.
Das galt noch nicht durchgehend in der ersten Hälfte, da hatte sich der FSV noch gewehrt und war selbst zu zwei dicken Chancen gekommen. „Zu viel zugelassen“ habe seine Elf da noch, kritisierte Veh und korrigierte die taktische Ausrichtung. Die Abwehrkette spielte nach dem Wechsel etwas defensiver, im zentralen Mittelfeld machten Matthias Lehmann und Sebastian Rode die Räume etwas enger. Fortan hatte die Eintracht noch leichteres Spiel. Das halbe Dutzend Treffer war in der Mehrzahl hervorragend herausgespielt und, wie beim 5:1 von Erwin Hoffer, großartig vollendet.
Veh gab später zu, er habe zwar nach dem 1:1 von Düsseldorf im Interesse der Mannschaft gesagt, das Skandalspiel sei abgehakt. „Aber das war es nicht“, sagte er, „wenn alles regulär gelaufen wäre, hätten wir jetzt nämlich 48 Punkte.“ Trotzdem: Womöglich haben die Vorkommnisse von Düsseldorf sogar geholfen. „Insgesamt hat das dazu geführt, dass alle im Klub enger zusammengerückt sind“, so Veh.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.