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SGE ins Trainingslager: Waldschmidt bleibt zu Hause

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Von: Peppi Schmitt

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© dpa

Frankfurt - Norderney, Insel, Strand, Wind und Wellen - der ideale Platz, um sich auf eine harte Spielzeit vorzubereiten. Das sagt Eintracht Frankfurts neuer Trainer Thomas Schaaf, der über ein Jahrzehnt zu Beginn einer jeden Saison mit Werder Bremen auf die ostfriesische Insel in der Nordsee gefahren ist.

Das hört sich nach viel Arbeit an der frischen Luft an, nach Läufen am Strand und in den Dünen und nach wenig Fußball. Doch Schaaf hat seine Spieler schon mal beruhigt. Das erste von zwei Trainingslagern sei kein reines Lauftrainingslager, „wir werden alle Bereiche abdecken“. Auf dem Inselsportplatz wird also nicht nur am Mittwoch gegen eine Auswahl das erste Freundschaftsspiel ausgetragen, sondern auch sonst jeden Tag zweimal mit dem Ball geübt, Technik und Taktik.´

„Natürlich müssen und werden wir Grundlagen legen“, sagt Schaaf, „aber eine reine Quälerei wird es nicht.“ Die Anreise war unproblematisch. Zunächst ging’s mit einem Linienflug des neuen Partners Lufthansa von Frankfurt nach Bremen, von dort mit kleineren Flugzeugen auf die Insel. Im „Thalasso-Hotel Nordseehaus“ wurde Quartier bezogen.

25 Spieler hat Schaaf mitgenommen. Nicht dabei war mit Luca Waldschmidt ausgerechnet einer von sowieso nur zwei nominellen Stürmern des Kaders. Für ihn wurde kurzfristig in Hermann Dörner ein weiterer A-Jugendlicher eingeladen. Jugendnationalspieler Waldschmidt könnte längere Zeit ausfallen, plagt er sich doch mit einer Schambeinentzündung, einer häufig sehr langwierig verlaufenden Verletzung. Nicht nur für die Trainingsplanungen ist dies ein erster Rückschlag. Es ist auch ein weiterer deutlicher Hinweis, dass das Stürmerproblem nun tatsächlich auf den Nägeln brennt. Mit Vaclav Kadlec steht aktuell nur ein einziger gesunder Angreifer im Kader.

Das weiß auch Sportdirektor Bruno Hübner und ist deshalb zunächst einmal zu Hause geblieben. Von Frankfurt aus will der Manager die Stürmersuche weiter forcieren. Bestätigt hat Hübner inzwischen Nachrichten aus Italien, dass die Eintracht Khouma Babacar (21) interessiert ist. Der senegalische Stürmer ist vom AC Florenz an den Zweitligisten FC Modena ausgeliehen. Dort hat Babacar in 42 Spielen der letzten Saison 20 Tore erzielt. „Wir beschäftigen uns mit ihm“, sagt Hübner. Allerdings sind auch für Babacar angeblich wieder bis zu vier Million Euro an Ablöse im Gespräch.

Eintracht wieder im Training

Und so beißt sich bei den Frankfurter Transferbemühungen weiter die Katze in den Schwanz. Stürmer, am besten zwei, werden gesucht, das ist unstrittig, aber Stürmer sind teuer, viele für die Eintracht zu teuer. Für zumindest einen hockkarätigen Angreifer wäre sogar Geld genug da, aber die Frankfurter brauchen ja auch noch mindestens zwei weitere Mittelfeldspieler, um wirklich konkurrenzfähig und in der Lage zu sein, die Schaafschen Vorstellungen von attraktivem Offensivfußball umzusetzen. Von der Stürmerentscheidung werden also auch die anderen Transfers abhängen, sagt Hübner, „das ist unser Leitfaden“. Erst der Stürmer also, dann der Rest.

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