Großes Ziel: Rückkehr auf internationale Bühne

Reichlich Varianten in der Offensive

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FRANKFURT - „Na endlich“, hat Armin Veh wohl gedacht, als er von den Medienvertretern am Mittwoch mit Bezug auf das Auswärtsspiel der Frankfurter Eintracht am Sonntag (17.30 Uhr) bei der Spielvereinigung Greuther Fürth befragt wurde.

Denn Fußball war zuletzt bei der Eintracht kaum noch ein Thema, es ging nahezu ausschließlich um Verträge und Verletzungen, um Zukunft und Vergangenheit. Jetzt aber, rechtzeitig zum Endspurt der Liga, soll die Gegenwart wieder in den Fokus rücken. Das große Ziel ist inzwischen ein Tabellenplatz, der zur Rückkehr auf die internationale Bühne berechtigt, also Rang vier, fünf oder sechs. Um dies zu erreichen, müsste nur an kleinen Rädchen gedreht werden. „Wir müssen einfach nur wieder ein bisschen mehr Esprit reinkriegen, ein wenig entschlossener sein“, sagt Veh, „grundsätzliche Probleme in unserem Spiel sehe ich nicht.“

Belastungen haben sich in Grenzen gehalten

In welcher Formation, personell und taktisch, der Trainer die Eintracht nach sechs sieglosen Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückführen will, ließ er gestern noch offen, wohl weil er es selbst auch noch nicht entschieden hat. Wichtig für die Eintracht: Mit Ausnahme von Torwart Kevin Trapp, der sich bei einem Werbetermin des DFB die Hand gebrochen hat und von Routinier Oka Nikolov ersetzt werden wird, sind alle anderen Nationalspieler von den Länderspielreisen gesund zurückgekehrt, zuletzt Takashi Inui am frühen Mittwochmorgen. Und auch die Belastungen der Stammspieler haben sich in engen Grenzen gehalten. Alleine Sebastian Jung hat beim deutschen U21-Länderspiel in Israel (2:1) 90 Minuten auf dem Platz gestanden. Andere wie Sebastian Rode oder Pirmin Schwegler beim 0:0 der Schweiz auf Zypern haben keine Minute gespielt. Inui war beim 2:1 der japanischen Nationalmannschaft in Kanada 63 Minuten auf dem Platz, beim Spiel in Jordanien (1:2) nur vier Minuten.

Marco Russ steht bereit

Auch Carlos Zambrano hat nicht gespielt beim 1:0 von Peru gegen Chile, zum einen wegen einer Schulterverletzung, die er sich beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart zugezogen hatte, zum anderen wegen einer fiebrigen Erkältung. Ob er in Fürth spielt, ist noch offen. Am Lauftraining hat Zambrano schon wieder teilgenommen, auch leichte Übungen mit dem Ball hat er absolviert. „Ich will spielen“, sagt der Spieler. Als Ersatz für Zambrano steht Marco Russ bereit.

Spannender ist, wie sich Veh in der Offensive entscheidet. Bleibt er beim zuletzt bevorzugten System ohne echten Stoßstürmer, das durchaus ansehnliche Spielzüge, aber eben wenig Tore gebracht hat? Oder kehrt er zurück zu einem System mit drei Mittelfeldspielern und einem vorderen Angreifer, das in der Hinrunde so gut geklappt hat? „Vielleicht spielen wir ja auch mit zwei Spitzen“, sagt Veh. Die Möglichkeiten für alle unterschiedlichen Varianten hat er allemal, nachdem sich Srdjan Lakic nach einer Rückenverletzung wieder herangekämpft hat. „Laki macht wieder einen viel besseren Eindruck“, stellt Veh zufrieden fest.

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sp

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