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Schuldenfrei und mit „regionalem Gesicht“ in die Zukunft

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Von: Peppi Schmitt

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H. Bruchhagen © Huebner

Belek ‐  66 Millionen Euro beträgt der Gesamtetat der Frankfurter Eintracht, davon fließen knapp 27 Millionen Euro in den Lizenzspielerbereich. Von Peppi Schmitt

Zum ersten Mal in der Ära des Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen wird in dieser Saison nicht so viel eingenommen wie ausgegeben. Zwischen drei und fünf Millionen Euro werden am Ende der Saison zu einem ausgeglichenen Etat fehlen. Unser Mitarbeiter Peppi Schmitt sprach mit dem Eintracht-Chef über die wirtschaftliche Situation:

Der Vorstand ist vor der Saison von drei Millionen Euro Verlust ausgegangen, jetzt könnte das Minus bis auf fünf Millionen Euro steigen. Woran liegt das?

Wir haben uns im letzten Jahr zum ersten Mal entschieden, etwas mehr zu riskieren, um sportlich einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Das scheint ja auch zu gelingen. Zum höheren Verlust könnte es kommen, weil wir im TV-Ranking hinter Mainz und Hannover zurückgefallen sind. Das wären alleine 1,6 Millionen Euro, damit haben wir nicht gerechnet. Auch ist es uns bisher nicht gelungen, wie geplant Personal abzubauen. Vor der Saison war nicht klar, ob Ioannis Amanatidis zurückkommen wird. Das ist er und wir freuen uns sehr darüber. Aber auch dies ist ein Kostenfaktor. Noch ist im Detail nicht abzusehen, wie die Saison wirtschaftlich endet.

Dann wäre es also ein finanzieller Alptraum, wenn die Eintracht 50 Punkte holen würde und trotzdem nicht in den Europapokal kommt?

Nein, nein, sportlicher Erfolg hilft immer auch wirtschaftlich weiter. Aber dies macht deutlich, wie komplex die Zusammenhänge sind.

Muss die Eintracht Schulden machen?

Nein, wir machen keine Schulden, wir haben das Geld auf der hohen Kante. Es gelten weiter die Unternehmensgrundsätze, die vor Jahren festgelegt worden sind.

Und die wären?

Erstens: Der Charakter der Mannschaft soll ein regionales Gesicht behalten. Zweitens: Die Profimannschaft soll aus eigenen Mitteln ohne Inanspruchnahme externer Darlehen verbessert werden. Drittens: Wir wollen Nachwuchsspieler zu Bundesligaspielern entwickeln.

Was ist unter dem „regionalen Gesicht“ zu verstehen?

Wir sehen uns als Verein in Frankfurt und Hessen mit einem hohen Identifikationsfaktor in der Region. Wir wollen weiter eine stabile Gemeinschaft auf den Platz bringen, in der die deutsche Sprache dominiert. Dazu passen natürlich auch ausländische Spieler wie zum Beispiel unsere drei Griechen. Das Konzept ist in sich schlüssig und hat uns dahin gebracht, wo wir jetzt sind. Es ist übrigens das aus Eintracht-Sicht historische Verdienst von Friedhelm Funkel, dass er gemeinsam mit dem Vorstand den Grundstein für diese Mannschaft gelegt hat.

Junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs gibt es schon einige...

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