Teil eins der Serie zum Aufstieg der Frankfurter Eintracht: Der hartnäckige Macher

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Hübner sorgt für die Grundlage

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Frankfurt - Zum Aufstieg der Frankfurter Eintracht gibt es zukünftig eine Serie, in der unser Mitarbeiter Peppi Schmitt auf die abgelaufene Runde zurückschaut und einen Blick in die kommende wagt. Teil eins dieser Serie eröffnet Sportmanager Bruno Hübner. 

Bruno Hübner

© Archiv

Bruno Hübner

Nach nur einer Saison in der Zweitklassigkeit ist Eintracht Frankfurt ins Fußball-Oberhaus zurückgekehrt.  Letztlich hat auch der Aufsichtsrat der Eintracht einen großen Anteil an der Rückkehr in die Bundesliga. Am 16. Mai 2011 hat das höchste Gremium der „Fußball AG“ beschlossen, Heribert Bruchhagen als Vorstandsvorsitzenden zu bestätigen, aber einen Teil seiner sportlichen Aufgaben in die Hände eines Sportmanagers zu legen.

Ein guter Beschluss, wie sich herausgestellt hat. Denn Bruchhagens Ansehen und Seriosität sind und waren ebenso unverzichtbar wie das Aufbrechen verkrusteter Strukturen im sportlichen Bereich. Es war auch eine von Bruchhagens besten Entscheidungen in den acht Jahren als Vorstandsvorsitzender, den eigenen Machtverlust nicht nur hinzunehmen, sondern daraus das beste für den Klub zu machen, indem er sich in Bruno Hübner den richtigen Mann an die Seite holte.

Die Verpflichtung war der „Königstransfer“

Mit viel Fleiß und Fachkenntnis hat sich der ehemalige Spieler des 1.FC Kaiserslautern, Multifunktionär des SV Wehen Wiesbaden und Manager des MSV Duisburg an die Herkulesaufgabe gemacht, der ins Bodenlose gestürzten Eintracht eine neue sportliche Grundlage zu geben. Auch wenn sich nicht alle Personalentscheidungen als richtig herausgestellt haben, so hat die Linie gestimmt. Die Verpflichtung von Armin Veh als Trainer war der „Königstransfer“, zumal dieser nicht in die 2. Liga wollte und nach eigener Aussage Hübner zweimal einen Korb gegeben hatte. Doch Hübner zeichnet Hartnäckigkeit aus. Also hat er es wieder versucht, „weil ich überzeugt war, dass Armin der beste für uns ist“.

Bald musste der neue Trainer aber erkennen, was auch Hübner erst langsam gedämmert war, „dass wir ja gar keine Mannschaft haben“. Spieler waren da, zudem ein für die 2. Liga mit rund 20 Millionen Euro ziemlich hoher Etat. Aber bevor Veh und Hübner die Mannschaft verstärken konnten, mussten sie sie erst mal weiter schwächen. Er habe beim Amtsantritt nicht gewusst, „dass wir auch Russ noch verkaufen müssen“, sagte Veh. Zudem gingen zwei Millionen Euro als Abfindung für Ioannis Amanatidis drauf. In Maik Franz, den man nicht mehr wollte, dem Brasilianer Chris, „dem wir gar kein Angebot machen konnten“, und Aleks Vasoski waren schon drei Innenverteidiger weg. Nach dem ersten Spiel in Fürth dann auch noch Russ.

Anderson war eine Bank, Schildenfeld nicht immer

Aber da war ja noch Hübner. Er kam auf Gordon Schildenfeld, den er schon mal in Duisburg hatte, und auf Bamba Anderson, den er aus der 2. Liga in Düsseldorf kannte. Die erste Baustelle war damit einigermaßen geschlossen, wenn auch nicht perfekt, wie der Verlauf der Saison zeigte. Anderson war eine Bank, Schildenfeld nicht immer. Thomas Kessler und Matthias Lehmann kamen, später Constant Djakpa, Karim Matmour, Jimmy Hoffer, dann auf den letzten Drücker Mohamadou Idrissou und Rob Friend.

Im Winter legte Hübner mit Martin Amedick und Heiko Butscher nach. Nicht alle waren Volltreffer, jedoch hatte Hübner dem Trainer in einer schweren Situation des Vereins eine Arbeitsgrundlage ermöglicht. Das war der Schlüssel zum Erfolg.

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