Frankfurt (sp) ‐ Die Torwartfragen um Oka Nikolov und Jan Zimmermann beschäftigen die Frankfurter Eintracht weiter.
Offiziell hat weder der amerikanische Klub Red Bull New York, der Routinier Nikolov verpflichten will, noch der bulgarische Verein Chernomorets Burgas, der sich für Zimmermann interessiert, Kontakt mit der Eintracht aufgenommen. Im „Fall Nikolov“ soll es laut dessen Berater Thomas Kroth innerhalb der amerikanischen Major League Soccer noch einen weiteren Interessenten geben. Erst wenn diese US-interne Klärung vorgenommen worden ist, könne Red-Bull-Manager Dietmar Beiersdorfer mit Bruchhagen in Gespräche eintreten. „Deshalb sind das noch immer ungelegte Eier, mit denen ich mich nicht beschäftigen will“, sagt der Eintracht-Chef.
Da Nikolov um seine Freigabe bis Mitte März gebeten hat, läuft der Eintracht die Zeit davon, auch wenn sie dies selbst aktuell kaum beeinflussen kann. Und Heribert Bruchhagen steuert auf einen Konflikt zu, dem er kaum ausweichen kann. Denn während Oka Nikolov gegenüber Heribert Bruchhagen versichert hat, „dass er diese Herausforderung annehmen und unbedingt nach New York möchte“, will der Trainer genau dies unbedingt verhindern. Michael Skibbe: „Ich will Oka unbedingt halten.“ Der Verein müsse wirklich „alle Möglichkeiten“ ausschöpfen, um Nikolov weiter zu binden, sagt der Eintracht-Coach, „wenn er ginge, wäre das fatal“. Nicht immer hat der bald 36 Jahre alte Oka Nikolov bei der Eintracht eine solche Wertschätzung genossen wie jetzt im Herbst seiner Karriere.
Bruchhagen hatte Nikolov einen neuen und „weitaus werthaltigeren Zweijahresvertrag“ angeboten, den der Torhüter abgelehnt hat. Bruchhagen steht nun vor dem Dilemma, dass er Nikolov bis zum Sommer zum Bleiben zwingen könnte, einem solch‘ verdienstvollen Spieler aber ungern einen großen Wunsch abschlagen zu wollen.



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